Ein defektes Tankventil setzt Propangas frei und löst einen Großeinsatz in Neuhaus/Pegnitz aus. Rund 60 Einsatzkräfte sichern die Lage – niemand wird verletzt.
Zischendes Ventil alarmiert Einsatzkräfte
Am Samstagnachmittag gegen 14.30 Uhr gingen bei den Feuerwehren der Region alarmierende Meldungen ein: An einem im Freien stehenden 1.000-Liter-Propangastank in der Karlsbader Straße in Neuhaus/Pegnitz entwich Gas aus dem Tankventil. Das charakteristische Zischen ließ keinen Zweifel – austretendes Propangas stellt ein erhebliches Brand- und Explosionsrisiko dar, da es schwerer als Luft ist und sich am Boden sammeln kann. Umgehend wurden Kräfte der Feuerwehren aus Neuhaus, Auerbach, Pegnitz, Höfen und Krottensee sowie die Kreisbrandinspektion in die Karlsbader Straße beordert.
Evakuierung und Absperrmaßnahmen
Noch bevor die Einsatzkräfte eintrafen, verließen die Bewohner des betroffenen Gebäudes eigenständig das Haus. Vorsorglich wurden auch die angrenzenden Gebäude geräumt. Insgesamt mehr als 30 Hausbewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Parallel dazu sperrten die Einsatzkräfte die vorbeiführende Staatsstraße für den gesamten Fahrzeugverkehr ab, um die Sicherheit im weiteren Umfeld zu gewährleisten.
Atemschutztrupps kühlen den Tank
Nach den ersten Absperrmaßnahmen rückten Atemschutztrupps vor, um gezielte Kühlmaßnahmen am Tank durchzuführen. Gleichzeitig wurde die Gaskonzentration in den Räumen des direkt angrenzenden Gebäudes kontinuierlich gemessen und die Temperatur des Propangastanks laufend überwacht. Wegen der sommerlichen Hitze wurden für die rund 60 schweißgebadeten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst sofort Getränke bereitgestellt.
Rettungsdienst betreut Bewohner
Für die evakuierten Anwohner standen zwei Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), ein Notarzt sowie der Einsatzleiter des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und ASB-Helfer-vor-Ort bereit. Verletzt wurde zum Glück niemand. Nach rund zwei Stunden konnte die Einsatzstelle wieder an die Hauseigentümer übergeben werden. Um eine erneute Überhitzung des Tanks durch direkte Sonneneinstrahlung zu verhindern, wurde abschließend eine Zeltüberdachung über dem Gastank errichtet.