Während ein Reisender gefährliche Drogen im Rucksack versteckte, versuchte ein anderer, sich mit einer fremden Identität Zutritt nach Deutschland zu verschaffen.

Drogenmix im Rucksack: Endstation Bahnhof Furth

Am Freitagnachmittag (09.01.2026) geriet ein 29-jähriger Ukrainer gegen 14:30 Uhr in das Visier der

. Er war mit einem Einreisezug aus Tschechien unterwegs und wies sich zunächst ordnungsgemäß mit seinem Reisepass und einem slowakischen Aufenthaltstitel aus.

Auf die obligatorische Frage nach Betäubungsmitteln antwortete der Mann mit „Nein“ – doch die Durchsuchung seines Rucksacks sprach eine andere Sprache. Die Beamten fanden eine gefährliche Mischung:

  • 2,6 Gramm Crystal

  • 0,3 Gramm Ecstasy

  • 1 Gramm Marihuana

Die Drogen wurden sichergestellt. Da der Mann durch den Schmuggel sein Reiserecht verwirkt hatte, wurde er nach Abschluss der Maßnahmen umgehend in die Tschechische Republik zurückgewiesen.

Zoll Kontrolle Furth im Wald
Foto: Symbolbild

Mit fremdem Pass erwischt: Afghane (28) überstellt

Ein weiterer Fahndungserfolg gelang am Samstagnachmittag gegen 16:30 Uhr. In einem Zug aus Prag kontrollierten die Beamten einen 28-jährigen Afghanen, der einen italienischen Reisepass vorlegte.

Die Prüfung im Fahndungssystem entlarvte den Schwindel sofort: Der Mann war nicht der rechtmäßige Inhaber des Passes. Zudem war das Dokument bereits zur Fahndung ausgeschrieben. Wegen des Verdachts auf Missbrauch von Ausweispapieren und versuchter unerlaubter Einreise wurde der 28-Jährige festgenommen. Nach Rücksprache mit dem Gemeinsamen Zentrum in Schwandorf wurde er an die tschechischen Behörden übergeben.


📋 Kompakt-Faktencheck

Details Vorfall 1 (Freitag) Vorfall 2 (Samstag)
Ort Bahnhof Furth im Wald (Zugkontrolle) Bahnhof Furth im Wald (Zugkontrolle)
Person 29-jähriger Ukrainer 28-jähriger Afghane
Delikt Drogeneinfuhr (Crystal, Ecstasy, Cannabis) Missbrauch von Ausweispapieren
Maßnahmen Drogen sichergestellt, Zurückweisung Pass sichergestellt, Überstellung an Tschechien
Behörde Bundespolizeiinspektion Waldmünchen Bundespolizeiinspektion Waldmünchen

⚖️ Rechtliche Einordnung

Die Bundespolizei ermittelt in diesen Fällen nicht nur wegen der versuchten unerlaubten Einreise, sondern auch wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie das Konsumcannabisgesetz. Der Missbrauch von Ausweispapieren stellt zudem eine Straftat dar, die regelmäßig zur sofortigen Einreiseverweigerung führt.