Ein jugendlicher Ausreißer aus Niederbayern wurde am Dienstagnachmittag von der Bundespolizei im Zug aus Prag abgefangen. In den Taschen des 14-Jährigen entdeckten die Beamten zudem gefährliche Fracht aus Tschechien.
Ausreißer im Einreisezug aus Prag
Am Dienstag (13.01.2026) kontrollierten Beamte der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen gegen 16:30 Uhr einen jungen Reisenden im Zug von Prag nach München. Auf Höhe des Bahnhofs Furth im Wald nahmen die Polizisten den 14-jährigen Deutschen genauer unter die Lupe.
Der Abgleich mit dem Fahndungssystem lieferte schnell Gewissheit: Der Junge wurde bereits vermisst. Er war aus einer Jugendwohngruppe in Niederbayern ausgerissen. Die Beamten nahmen den Jugendlichen daraufhin umgehend in Gewahrsam.

Gefährliches Mitbringsel in der Jackentasche
Bei der Durchsuchung des 14-Jährigen fanden die Bundespolizisten in seiner Jackentasche fünf verbotene Böller, die er offensichtlich in Tschechien erworben hatte. Die gefährliche Pyrotechnik wurde sichergestellt.
Nach Rücksprache mit dem Jugendamt Cham wurde der Junge an eine Jugendhilfeeinrichtung übergeben. Trotz seines jungen Alters hat der Ausflug juristische Folgen: Das Bundespolizeirevier Furth im Wald ermittelt nun wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz, das Gesetz über die Beförderung gefährlicher Güter sowie die Gefahrgutverordnung.
📋 Kompakt-Faktencheck
| Details | Information |
| Ort | Bahnhof Furth im Wald (Zug aus Prag) |
| Zeit | Dienstag, 13.01.2026, 16:30 Uhr |
| Person | 14-jähriger Ausreißer (dt.) aus Niederbayern |
| Sicherstellung | 5 illegale Böller |
| Übergabe | Jugendhilfeeinrichtung (nach Absprache Jugendamt Cham) |
| Ermittlungen | Verstöße gegen Sprengstoff- und Gefahrgutrecht |
