Ausbau der Förderstätte ab September geplant / Bezirkstags-Vizepräsident Lothar Höher zu Gast beim Abschluss des „autism awareness months“.
Abschluss der Veranstaltung am Dienstag
Am vergangenen Dienstag fand im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth die Abschlussveranstaltung des Projektes „autism awareness months“ statt. In diesem Rahmen gab das Team um Förderstätten-Leiter Thomas Fritsch eine bedeutende Neuerung bekannt: Die Förderstätte wird ab September voraussichtlich um eine dritte Gruppe für Menschen aus dem Autismus-Spektrum erweitert.
Diese geplanten neuen Plätze stellen einen Zuwachs für die beiden bestehenden Autismus-Gruppen dar, welche als die „jüngsten Kinder“ der Förderstätte gelten und im September 2022 beziehungsweise 2023 eröffnet wurden. Die Erweiterung unterstreicht das Engagement des HPZ, bedarfsgerechte Angebote für neurodiverse Menschen zu schaffen.
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Teilnahme zahlreicher Gäste
An der Veranstaltung nahmen neben Bezirkstags-Vizepräsident Lothar Höher zahlreiche weitere Gäste teil. Darunter befanden sich Janka Steuernagel vom „Netzwerk Autismus Niederbayern/Oberpfalz GmbH“, die stellvertretende HPZ-Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause sowie Vertreter der Aufsichtsräte und der verschiedenen Räte der Einrichtung (Werkstatt-, Wohnheim- und Förderstätten-Rat). Marina Plakhotnik-Hastler vom Sozialdienst der Förderstätte, zuständig für die Autismus-Gruppen, war ebenfalls anwesend.
Fokus auf Struktur und Individualität
Die zentrale Botschaft des Treffens lautete: „Autismus ist keine Krankheit, sondern eine andere Art, die Welt wahrzunehmen“. Das Team der Förderstätte, darunter Thomas Fritsch sowie die Gruppenleiterinnen Susanne Sindersberger und Alexandra Thiel und Gruppenkraft Laura Hösl, betonten die Relevanz eines sicheren und wertschätzenden Umfelds. In Werk- und Förderstätten seien klare Kommunikation, ein strukturierter Alltag sowie Raum für individuelle Bedürfnisse essenziell.
Im Mittelpunkt der Arbeit in den Irchenriether Autismus-Gruppen steht der TEACCH-Ansatz. Dieser pädagogische Ansatz zielt darauf ab, durch Strukturierung und Visualisierung die größtmögliche Selbständigkeit und damit die Lebensqualität von Menschen im Autismus-Spektrum zu fördern.
Methoden der Unterstützung und Förderung
Alexandra Thiel gab während der Veranstaltung Einblicke in die „Unterstützte Kommunikation (UK)“. Diese umfasst Methoden für Personen, die sich nicht oder nur eingeschränkt lautsprachlich ausdrücken können. Ziel ist es, Teilhabe und Selbstbestimmung zu ermöglichen. UK nutzt dabei sowohl körpereigene Formen wie Gestik und Gebärden als auch körperfremde Hilfsmittel wie Bildkarten, Tablets und spezielle Apps.
Laura Hösl erläuterte zudem die Wichtigkeit der Ernährung. Eine ausgewogene, nährstoffreiche Kost könne helfen, Mangelernährung zu vermeiden und positive Verhaltensweisen zu unterstützen. Individuelle Anpassungen, wie die Reduktion von Zucker oder der Ausgleich von Omega-3-Mangel, wurden als vorteilhaft dargestellt.
Rückblick auf Aktionsmonat
Abschließend resümierte das Team die Aktionen rund um den „world autism day“ Anfang April sowie die Veranstaltungen im Projekt-Monat. Ziel war es, das Bewusstsein und die Akzeptanz für Autismus zu schärfen. Symbolisch hierfür waren blaue Schleifen auf dem HPZ-Gelände zu finden. Flyer luden dazu ein, Autismus als Form der Neurodiversität zu verstehen. Eine Mitmach-Aktion, bei der individuell gestaltete Puzzleteile zu einem großen Bild zusammengesetzt wurden, rundete das Projekt unter dem Motto „DU bist ein Teil des Ganzen – Jeder ist einzigartig!“ ab.
Info
Das Autismus-Spektrum (oder die Autismus-Spektrum-Störung, ASS) ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die sich auf die Informationsverarbeitung im Gehirn auswirkt. Sie ist gekennzeichnet durch Besonderheiten in der sozialen Interaktion, der Kommunikation sowie durch repetitive Verhaltensweisen und spezifische Interessen.