Ein 28-jähriger Mann hantiert vor drei Kindern mit einem Korkenzieher und zeigt den verbotenen Gruß. Die Polizei Schwandorf rückt mit mehreren Streifen an und kann die Lage schnell unter Kontrolle bringen.
Alarmierende Meldung in Krondorf
Am Donnerstag gegen 14:30 Uhr gingen bei der Polizei Schwandorf Notrufe ein, die eine Bedrohungslage mit einem Messer im Ortsteil Krondorf meldeten. Ein unbekannter Mann soll vor einer Gruppe von drei Kindern im Alter von elf und zwölf Jahren ein Messer gezogen, sie damit bedroht und zugleich mit einem groben Schimpfwort beleidigt haben. Umgehend rückten mehrere Polizeistreifen zu dem angegebenen Ort aus.
Festnahme unter Vorhalt der Schusswaffe
Die Einsatzkräfte trafen den Mann kurz darauf an, da er den Ort des Geschehens bereits verlassen hatte und weitergegangen war. Unter Vorhalt der Dienstwaffe forderten die Beamten ihn auf, sich zu Boden zu legen und das vermeintliche Messer abzulegen. Nach eindringlicher Ansprache kam der Mann der Aufforderung nach. Er wurde gefesselt und gesichert, sodass die Situation innerhalb kürzester Zeit unter Kontrolle war.
Korkenzieher statt Messer
Nach der Festnahme stellte sich das vermeintliche Messer als aufklappbarer Korkenzieher heraus, mit dem der Mann vor den Kindern hantiert hatte. Im Rahmen der anschließenden Anzeigenaufnahme wurde bekannt, dass der einschlägig aktenkundige Mann auch den Hitlergruß gezeigt hatte. Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung, Beleidigung sowie Verwenden von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen ein. Der Korkenzieher wurde beschlagnahmt und eingezogen.
Betreuer übernimmt Verantwortung
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 28-jährigen Amberger mit deutscher Staatsangehörigkeit, der unter gesetzlicher Betreuung steht. Sein Betreuer holte ihn nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen bei der Polizeiinspektion Schwandorf ab. Kinder und Jugendliche, die Opfer einer Straftat wurden, können sich und ihre Eltern an den Weißen Ring wenden — eine bundesweite Organisation, die Kriminalitätsopfern praktische und psychologische Unterstützung bietet.