Nach einem Angriff in der Regensburger Albertstraße sitzen zwei Männer in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags laufen – die Hintergründe sind noch unklar.


Amberg
Foto: Symbolbild/Ki

Auseinandersetzung am Busbahnhof

Am Dienstagabend, 16. Juni, gegen 22:30 Uhr kam es in der Albertstraße im Bereich des Regensburger Busbahnhofs zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen vier Männern. An dem Streit beteiligt waren zwei Iraner im Alter von 39 und 37 Jahren sowie ein 25-jähriger Somalier und ein 19-jähriger Äthiopier. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurden beide Iraner verletzt – einer von ihnen schwer.

Täter dank Videoüberwachung schnell gefasst

Die Polizei leitete unmittelbar nach der Tat eine Fahndung ein. Durch den Einsatz der polizeilichen Videoüberwachung konnten die beiden Tatverdächtigen bereits wenige Minuten nach dem Angriff vorläufig festgenommen werden. Die schnelle Identifizierung über die Kameraaufnahmen ermöglichte eine gezielte Fahndung im unmittelbaren Tatortumfeld.

Ermittlungsrichter erlässt Haftbefehl

Noch am Mittwoch wurden der 25-jährige Somalier und der 19-jährige Äthiopier auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ gegen beide einen Haftbefehl wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Im Anschluss wurden die beiden Beschuldigten in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Hintergründe noch ungeklärt

Was genau zum Streit zwischen den vier Männern geführt hat, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen übernommen und arbeitet an der Aufklärung des genauen Tatablaufs sowie des Motivs. Zu dem schwerverletzten 39-jährigen Iraner liegen derzeit keine weiteren Informationen über seinen Gesundheitszustand vor.