Von einem Hundebiss über eine Zechprellerin bis hin zu getunten Fahrzeugen und mehreren Verstößen gegen das Feiertagsfahrverbot: Die Polizeiinspektion Schwandorf meldet einen ereignisreichen Donnerstag mit einer bunten Mischung.
Schäferhund beißt Passant im Lindenviertel
Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurde der Rettungsdienst am Donnerstagmittag gegen 13:30 Uhr im Lindenviertel gerufen. Ein 41-jähriger Schwandorfer führte seinen Schäferhund angeleint aus, verlor jedoch die Kontrolle über das Tier. Der Hund biss unvermittelt einen 47-jährigen Passanten. Das Opfer erlitt dabei eine leichte Bissverletzung und wurde von der Besatzung des Rettungswagens vorsorglich ins Krankenhaus Schwandorf gebracht. Welche rechtlichen Konsequenzen der Hundehalter zu erwarten hat, ermittelt die Polizei. Betroffene, die ähnliche Vorfälle erlebt haben, können sich an Weißer Ring wenden, eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern.
Zechprellerin flüchtet aus Pizzeria am Marktplatz
Am Donnerstagabend kam es in einer Pizzeria am Marktplatz Schwandorf zu einem Fall von Zechbetrug. Eine etwa 27-jährige, bislang unbekannte Frau verzehrte dort Speisen und Getränke im Wert von rund 17 Euro, ohne anschließend zu bezahlen. Sie stand nach dem Essen einfach auf und verließ das Lokal, ohne sich um die Rechnung zu kümmern. Eine Angestellte des Restaurants nahm sofort die Verfolgung auf, verlor die Frau jedoch kurz darauf aus den Augen. Die Unbekannte wird wie folgt beschrieben: etwa 165 cm groß, ca. 27 Jahre alt, lange dunkelblonde Haare, kurzer schwarzer Rock sowie eine weiße Jeansjacke. Sie soll weder Deutsch noch Englisch sprechen. Die Polizeiinspektion Schwandorf bittet unter der Telefonnummer 09431/4301-0 um Hinweise.
Mehrfacher Verstoß gegen das Feiertagsfahrverbot auf der A 93
Bereits in den frühen Morgenstunden des Donnerstags kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Schwandorf auf der BAB 93 am Parkplatz Freihöls mehrere Sattelzüge und Kleintransporter. Den Auftakt machte ein 41-jähriger tschechischer Fahrer, der Fahrzeugteile transportierte, jedoch keine gültige Ausnahmegenehmigung für das gesetzliche Feiertagsfahrverbot vorweisen konnte. Gegen ihn wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erstattet und eine Sicherheitsleistung in Höhe von 148,50 Euro eingefordert.
Kurz darauf geriet ein 58-jähriger rumänischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Dachau bei Lindenlohe in eine weitere Kontrolle. Auch er beförderte mit seinem Sattelzug Waren – in seinem Fall Teile für ein Technologieunternehmen – ohne entsprechende Genehmigung. Zusätzlich stoppte die Streife einen 43-jährigen ukrainischen Fahrer, dessen Kleintransporter mit rund 14 Prozent über dem zulässigen Gesamtgewicht beladen war. Für diesen Verstoß war eine Sicherheitsleistung von 200 Euro fällig.
Getunter BMW: Polizei zieht Autoposer aus dem Verkehr
Am Donnerstagabend gegen 20:30 Uhr fiel einer Polizeistreife in der Herbststraße in Schwandorf ein BMW durch auffällige Fahrgeräusche auf. Die Beamten stoppten das Fahrzeug und befragten den 23-jährigen Fahrer aus Regensburg. Dieser verstrickte sich dabei in Widersprüche und leugnete zunächst jegliche Veränderungen am Wagen. Eine Dezibelmessung vor Ort ergab jedoch einen deutlich erhöhten Lärmpegel. Bei der technischen Prüfung des Fahrzeugs entdeckten die Beamten durch Betätigung einer bestimmten Lenkradtaste eine installierte Software zur Leistungssteigerung.
Darüber hinaus war die Schubabschaltung im Sport-Plus-Modus deaktiviert worden, und es war ein Austausch-Katalysator verbaut. Angesichts dieser eindeutigen Beweise zeigte sich der junge Fahrer schließlich geständig. Das Fahrzeug wurde zur weiteren Begutachtung sichergestellt. Für den 23-Jährigen hat die Angelegenheit weitreichende Konsequenzen: Die Betriebserlaubnis des BMW ist erloschen, und es droht ein empfindliches Bußgeld.