Zum Ende der Drachenstichzeit 2023 zieht die Polizeiinspektion Furth im Wald Bilanz: Viele Körperverletzungsdelikte und Parkverstöße, wenige Sachbeschädigungen, aber keine Fahrten unter Alkoholeinfluss.

Insbesondere in den Freinächten beschäftigten die Beamten der PI Furth im Wald viele Schlägereien im Bereich zwischen Festwiese und der Kötztinger Straße. So kam es im gesamten Verlauf der Festzeit zu 13 Anzeigen wegen Körperverletzung. Davon ist in sechs Fällen von gefährlicher Körperverletzung auszugehen, weil mehrere Tatbeteiligte gemeinschaftlich auf ihr Opfer einwirkten, oder wie in einem Fall ein Messer im Spiel war.

Zu schweren Verletzungen kam es glücklicherweise nicht. Meistens waren die Agressoren alkoholisiert. Bei neun Körperverletzungen waren weder Täter noch Opfer volljährig. Ein Jugendlicher trat bereits in der ersten Freinacht derart gewaltbereit in Erscheinung, dass die Stadt Furth im Wald auf Antrag der Polizei ein Betretungsverbot für die Festwiese und weitere Örtlichkeiten erließ.

Sowohl nach Beschwerden als auch eigener Wahrnehmung mussten in der Drachenstichzeit zahlreiche Verwarnungen wegen Parkverstößen ausgesprochen werden. Am häufigsten geschah dies wegen Parken im absoluten Haltverbot, gefolgt von Parken im eingeschränkten Haltverbot, dem Parken auf Gehwegen und in Verkehrsbereichen, die für Fahrzeuge gesperrt waren. Auch außerhalb des Verkehrsraumes wie zum Beispiel auf Grünflächen wurde geparkt. In den meisten Fällen ist hier ein Verwarnungsgeld in Höhe von 55 Euro fällig.

Der historische Festumzug verlief störungsfrei und glücklicherweise kam es zu keinen Unfällen. Gefordert waren jedoch wieder die ehrenamtlich tätigen Ordner an den Verkehrssperren. Neben einem breiten Spektrum an Ausreden und Gründen, warum in den gesperrten Bereich ohne Berechtigungsschein eingefahren werden muss, kam es auch zu einer Bedrohung gegen einen Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr, nachdem dieser einem Verkehrsteilnehmer zurecht die Durchfahrt untersagte. Die Polizei ermittelt.

Zusammenfassend gilt jedoch festzustellen, dass für die allermeisten Besucher der Drachenstich friedlich verlief. Die aufgezeigten Gewaltdelikte fanden erst zu späterer Stunde statt und sind wohl auch auf den dann zunehmenden Alkoholkonsum zurückzuführen. Trotz zahlreicher Kontrollen waren aber erfreulicherweise keine Fahrten und keine Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss festzustellen.

Bericht: Polizei Furth im Wald