Bei einem Brand im dritten Obergeschoss eines Mehrparteienhauses im Regensburger Stadtnorden wurde eine Bewohnerin schwer verletzt. Die Feuerwehr rettete die Person unter hohem Zeitdruck aus der völlig verrauchten Wohnung.

 

Rauchsäule im Stadtnorden: Feuerwehr unter Zeitdruck

Am Montag (23.02.2026) gegen 14:00 Uhr löste die Integrierte Leitstelle Großalarm für den Regensburger Norden aus. Unter dem Stichwort „Person in Gefahr“ rückten der Löschzug der Berufsfeuerwehr Regensburg sowie die Freiwilligen Feuerwehren aus Wutzlhofen und Sallern aus. Beim Eintreffen quoll bereits dichter schwarzer Rauch aus mehreren Fenstern einer Wohnung im dritten Stock.

Regensburg, Brand
Bild: BF Regensburg

Gezielte Menschenrettung unter Atemschutz

Da unklar war, ob sich noch Bewohner in den Flammen befanden, drangen Trupps unter schwerem Atemschutz sofort zur Menschenrettung vor.

  • Taktik: Parallel zum Innenangriff wurde auf der Gebäuderückseite eine Drehleiter in Stellung gebracht.

  • Belüftung: Durch den Einsatz eines Hochleistungslüfters der Freiwilligen Feuerwehr konnte die Sicht in der Brandwohnung verbessert werden, was das Auffinden der vermissten Person entscheidend beschleunigte.

  • Rettung: Kurze Zeit später fanden die Einsatzkräfte eine Person in der Wohnung. Sie wurde umgehend ins Freie gebracht und dem Notarzt übergeben.

Großaufgebot des Rettungsdienstes

Die Schwerverletzte wurde nach der Erstversorgung vor Ort in ein Regensburger Klinikum transportiert. Neben mehreren Rettungswägen und einem Notarzt war auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Weitere Bewohner des Hauses wurden während des Einsatzes vom Rettungsdienst betreut, blieben jedoch unverletzt.

Wohnung unbewohnbar – Kripo ermittelt

Während die übrigen Anwohner nach Abschluss der Löscharbeiten in ihre Wohnungen zurückkehren konnten, ist die Brandwohnung durch Feuer und Ruß bis auf Weiteres unbewohnbar. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Brandursache und zur Schadenshöhe aufgenommen.


📋 Kompakt-Faktencheck: Einsatz Regensburg

Detail Fakten
Ort Regensburg, Stadtnorden (Mehrparteienhaus)
Zeitpunkt Montag, 23.02.2026, ca. 14:00 Uhr
Verletzte Eine schwerverletzte Person
Einheiten Berufsfeuerwehr, FF Wutzlhofen, FF Sallern, Rettungshubschrauber
Maßnahme Menschenrettung, Belüftung, Brandbekämpfung
Status Wohnung unbewohnbar; Kripo ermittelt

 

Bericht der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg

Bewohnerin bei Wohnungsbrand in Regensburg schwer verletzt

Am gestrigen Montagnachmittag kam es zu einem größeren Brand im Norden von Regensburg. Eine Frau wurde dabei schwer verletzt. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg ermittelt.

Am 23. Februar, gegen 13:40 Uhr, wurden die Einsatzkräfte zu einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Brandlberger Straße in Regensburg gerufen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte befand sich die 73-jährige Bewohnerin noch in ihrer Wohnung, war aber nicht mehr ansprechbar. Sie wurde von Kräften der Feuerwehr geborgen und kam mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Weitere Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt.

Die Wohnung der 73-Jährigen ist nicht mehr bewohnbar. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen übernommen und umfassend Spuren am Tatort gesichert. Der Sachschaden wird auf einen niedrigen sechsstelligen Eurobetrag geschätzt. Die Brandursache und weitere Hintergründe der Tat sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.