Ein riskanter Fahrstreifenwechsel auf der A93 löste am Montagnachmittag eine Kettenreaktion aus — drei Fahrzeuge wurden beschädigt, zwei Personen kamen vorsorglich ins Klinikum Weiden.


Unfallflucht
Foto: Symbolbild

Sattelzug löst Kettenreaktion aus

Am Montag, 15. Juni 2026, gegen 15:15 Uhr, ereignete sich auf der Bundesautobahn A93 in Fahrtrichtung Hochfranken im Bereich der Anschlussstelle Schwarzenfeld ein schwerer Verkehrsunfall. Ein 50-jähriger Fahrer eines Sattelzugs wechselte von der rechten auf die linke Fahrspur, um einfahrenden Fahrzeugen das gefahrlose Auffahren auf die Autobahn zu ermöglichen. Dabei übersah er einen 64-jährigen Pkw-Fahrer in einem Mitsubishi, der sich bereits regelkonform auf der linken Spur befand.

Mitsubishi landet auf dem Dach

Eingeklemmt zwischen dem Auflieger des Sattelzugs und der Mittelschutzplanke geriet der Mitsubishi in eine gefährliche Zwangslage. Auf Höhe des Führerhauses touchierte das Fahrzeug die Mittelschutzplanke, wurde weggeschleudert und streifte beim Zurückprallen erneut den Sattelzug. Der Mitsubishi stellte sich infolgedessen auf und blieb auf dem Fahrzeugdach liegen. Derartige Kollisionen mit Mittelschutzplanken sind nach Einschätzung des ADAC besonders gefährlich, da die dabei entstehenden Reibungs- und Aufprallkräfte das Unfallgeschehen rasch eskalieren lassen.

Anhänger eines Schaustellergespanns kippt um

Im weiteren Unfallverlauf wurde ein hinzukommendes Gespann — ein Mercedes-Sprinter mit Anhänger — vom Unfallgeschehen erfasst. Der Anhänger, der einen Schausteller-Aufbau trug, kippte bei dem Zusammenstoß vollständig um. Der Schausteller-Aufbau wurde dabei zerstört, und die gesamte Ladung verteilte sich über die Fahrbahn. Der Fahrer des Mercedes-Kleintransporters sowie der Fahrer des Mitsubishi wurden vorsorglich in das Klinikum Weiden in der Oberpfalz transportiert. Angaben zur Schwere der Verletzungen lagen zum Zeitpunkt der Meldung nicht vor.

Umfangreicher Einsatz — Schaden von 50.000 Euro

Am Einsatz beteiligt waren die Feuerwehren Schwarzenfeld, Schwandorf, Wackersdorf und Nabburg sowie die Autobahnmeisterei Schwandorf, die sich um die Bergung der Fahrzeuge und die Räumung der Fahrbahn kümmerten. Die Polizei schätzt den Gesamtsachschaden auf rund 50.000 Euro. Angaben zum Fahrer des Sattelzugs sowie zum Fortgang der polizeilichen Ermittlungen wurden in der Pressemitteilung nicht gemacht.