Bei Kontrollen an der Autobahn A6 gingen der Bundespolizei Waidhaus zwei gesuchte Männer ins Netz. Beide konnten eine drohende Gefängnisstrafe im letzten Moment durch die Zahlung ihrer ausstehenden Geldstrafen abwenden.

 

Endstation Grenzkontrolle: Trunkenheitsfahrt holt 38-Jährigen ein

Am Freitag kontrollierten Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus einen 38-jährigen Rumänen bei der Einreise. Der Routinecheck förderte Überraschendes zutage:

  • Haftbefehl: Die Staatsanwaltschaft Eberswalde suchte den Mann wegen einer Verurteilung durch das Amtsgericht Bernau aus dem Jahr 2021 (vorsätzliche Trunkenheit im Verkehr).

  • Die Wahl: Der Gesuchte musste entweder 1.200 Euro zahlen oder für mehrere Wochen hinter Gitter. Er entschied sich für die Zahlung und beglich die Summe direkt vor Ort, um seine Reise fortsetzen zu dürfen.

 

Bundespolizei Waidhaus Grenze
Foto: Bundespolizei Waidhaus

 

Diebstahl führt zu 2.800-Euro-Rechnung

Am Sonntag geriet ein 22-jähriger Bulgare in den Fokus der Fahnder. Auch er reiste aus Tschechien ein und hatte eine erhebliche „Rechnung“ mit der deutschen Justiz offen:

  • Haftbefehl: Gegen ihn lag ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Koblenz vor. Das Amtsgericht Montabaur hatte ihn erst im Februar 2025 wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe verurteilt.

  • Abwendung der Haft: Um der mehrwöchigen Ersatzfreiheitsstrafe zu entgehen, zahlte der junge Mann die geforderten 2.800 Euro vollständig ein.

Insgesamt flossen durch diese beiden Kontrollen 4.000 Euro in die Staatskasse der Justizbehörden.


📋 Kompakt-Faktencheck: Haftbefehl-Vollstreckung Waidhaus

Detail Fakten
Ort Grenzkontrollstelle Waidhaus (A6)
Zeitraum 27. Februar bis 01. März 2026
Beteiligte 38-jähriger Rumäne & 22-jähriger Bulgare
Delikte (Ursprung) Trunkenheit im Verkehr / Diebstahl
Eingezogene Summe 4.000 Euro (1.200 € + 2.800 €)
Ergebnis Haft abgewendet, Weiterreise gestattet