Wer hinschaut, schützt andere – und stärkt die Gesellschaft. Das Polizeipräsidium Oberpfalz setzt gemeinsam mit dem Dominik-Brunner-Förderverein ein Zeichen für couragiertes Handeln im Alltag.
Hinschauen statt Wegschauen
Zivilcourage beginnt nicht mit Heldenmut – sie beginnt mit Aufmerksamkeit. Ein Anruf bei der Polizei, ein aufmunterndes Wort an eine betroffene Person, die Bitte an andere um Hilfe: Schon diese kleinen Handlungen können entscheidend dazu beitragen, Straftaten zu verhindern und Menschen in Not zu schützen. Das Polizeipräsidium Oberpfalz betont, dass couragiertes Handeln nicht bedeutet, sich selbst in Gefahr zu bringen – es geht darum, klug und besonnen zu reagieren und die richtigen Schritte einzuleiten.
Engagement für demokratische Werte
Gemeinsam mit dem Dominik-Brunner-Förderverein bietet das Polizeipräsidium Oberpfalz ab sofort Präventionsveranstaltungen und Workshops an. Das Angebot richtet sich an Schulen aller Schularten ab der 10. Klasse, an Ausbildungsbetriebe sowie an Vereine und Institutionen in der Region. Ziel ist es, Menschen konkrete Handlungssicherheit zu vermitteln – damit sie in kritischen Situationen wissen, was zu tun ist. Mehr zum Thema Zivilcourage und ihren Grundlagen bietet die Dominik-Brunner-Stiftung auf ihrer Website.
„Zivilcourage ist ein tragender Pfeiler unserer Gesellschaft – sie ergänzt staatliches Handeln und macht unsere Werte im Alltag sichtbar.“— Robert Fuchs, Polizeipräsident Oberpfalz
Sechs Schritte für couragiertes Handeln
Die Polizei empfiehlt konkrete Verhaltensweisen für Situationen, in denen schnelles und überlegtes Handeln zählt. Diese sechs Grundsätze helfen, in heiklen Momenten richtig zu reagieren:
Acht geben – Polizei rufen – Hilfe holen – Details merken – Mithelfen – Aussagen
Workshops und Kontakt
Schulen, Betriebe, Vereine und andere Institutionen in der Oberpfalz, die an einem Präventionsvortrag oder Workshop zum Thema Zivilcourage interessiert sind, können sich direkt an Bernhard Walter, Vorsitzender des Dominik-Brunner-Fördervereins, wenden oder ihre örtlich zuständige Polizeiinspektion kontaktieren. Das gemeinsame Engagement von Polizei und Förderverein soll langfristig das Bewusstsein für couragiertes Handeln in der Region stärken – und zeigen, dass gegenseitige Verantwortung und Solidarität gelebte Demokratie bedeuten.