Zwei Mädchen suchen mitten in der Nacht Zuflucht bei der Bundespolizei. Die Beamten am Hauptbahnhof Regensburg bringen sie sicher in ihre Einrichtung zurück.
Klingeln kurz vor fünf Uhr morgens
Am Donnerstag, 18. Juni, kurz vor 04:50 Uhr, klingelten zwei Mädchen im Alter von 13 und 16 Jahren an der Tür des Bundespolizeireviers am Hauptbahnhof Regensburg. Sie gaben an, aus ihrer Jugendeinrichtung ausgebüxt zu sein und baten die Beamten um Hilfe.
Personalien im Fahndungssystem bestätigt
Die Bundespolizisten überprüften die Angaben der Mädchen sofort im polizeilichen Fahndungssystem. Die Abfrage bestätigte die Identität der beiden deutschen Staatsangehörigen. Hinweise auf eine Straftat oder eine akute Gefährdung lagen nicht vor. Über das rechtliche Rahmenwerk des SGB VIII, das die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland regelt, koordinierten die Behörden die weiteren Schritte.
Übergabe an die Jugendeinrichtung
Die Beamten nahmen die Minderjährigen in Gewahrsam und brachten sie anschließend sicher zur zuständigen Jugendeinrichtung in Regensburg zurück. Die Einrichtung wurde über den Vorfall informiert und übernahm die weitere Betreuung der Mädchen.
Bundespolizei als erste Anlaufstelle
Der Vorfall zeigt, dass junge Menschen in einer Notlage die Bundespolizei als verlässliche Anlaufstelle wahrnehmen. Das Revier am Hauptbahnhof Regensburg ist rund um die Uhr besetzt und steht hilfesuchenden Personen jederzeit zur Verfügung.