Beispielhaft für ganz Bayern

Lkr. Tirschenreuth.  Die Behinderten- und Seniorenbeauftragten im Landkreis Tirschenreuth haben sich im Laufe der Jahre einen vorbildlichen Ruf verschafft. Wegweisende Projekte, wie z. B. die Musterwohnung in Tirschenreuth sind beispielgebend für ganz Bayern. Nun fand die feierliche Ernennung der vier neuen Behindertenbeauftragten und des neuen Kreisseniorenbeauftragten für den Landkreis Tirschenreuth statt – die Kontinuität der Arbeit stand im Vordergrund

Wenn es um die Bedürfnisse behinderter Menschen und der Senioren im Landkreis geht, hat Tirschenreuth mittlerweile eine Führungsrolle in Bayern eingenommen. Landrat Roland Grillmeier betonte die enorme Außenwirkung dieser Arbeit, die mit vielen Ideen und Potenzial permanent befüllt werde.

Der neue Kreisseniorenbeauftragte Peter Gold bedankte sich für seine Bestellung und sprach seinem Vorgänger Ludwig Spreitzer Lob und Anerkennung für die Arbeit in den letzten Jahren aus. Peter Gold weiter: „Im Wohnungsbereich ist auch nach wie vor viel zu leisten. Es gibt hier so viele Dinge, an die man als junger Mensch oder selbst nicht denkt, die allerdings dann doch auf einmal sehr aktuell werden. Es ist auch von enormer Wichtigkeit, Multiplikatoren zu schaffen und in allen Gemeinden zu informieren. Neue Entwicklungen muss man hier stets beachten.“

Peter Gold hat aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit im Jugendamt viel mit jungen Menschen zu tun gehabt und möchte nun einen Bogen zum Alter spannen: „Jung und Alt gehört eben einfach zusammen“.

Auch das Projekt „LEBENplus“ in Tirschenreuth erwähnte Gold als Vorzeigebeispiel. Hier würde Menschen im Alter ein weiterhin aktives Leben ermöglicht – mit großem Einsatz und Engagement.

Reinhard Schön aus Plößberg ist der Behindertenbeauftragte für den Landkreis Tirschenreuth. Er bezeichnet das Amt als durchaus umfangreich: „Es braucht schon eine gewisse Zeit der Einarbeitung, bis man sich mit allem auch wirklich auskennt. Das Amt ist durchaus arbeitsreich und erfordert hohes Vertrauen.“

Vor allem im Bereich der Barrierefreiheit und der Behindertengerechtigkeit sei noch viel zu tun. „Das werden sehr arbeitsreiche Jahre“, so Reinhard Schön weiter.

Die Stellvertreterin des Behindertenbeauftragten ist Doris Scharnagl-Lindinger aus Mitterteich. Die weiteren Stellvertreter sind Uwe-Karsten Mühlenbeck aus Mähring und Marianne Scheffler aus Tirschenreuth.

Sehr gelobt wurde das Engagement der Ehrenamtlichen von Landrat Roland Grillmeier: „Seinen Beitrag zu leisten, damit die Mitmenschen weiterhin aktiv am Leben teilnehmen können, ist eine großartige Sache. Die Helferinnen und Helfer scheuen keinerlei Belastung und wirken somit auch einer etwaigen Vereinsamung in der Gesellschaft entgegen.“

Tobias Gabel von der Seniorenfachstelle des Landratsamtes bemerkte, dass für die neue Wahlzeit bis 2026 bereits sehr viele Landkreisgemeinden einen Seniorenbeauftragten bestimmt hätten, andere würden dies noch im Rahmen einer Gemeinderatssitzung im Juli beschließen: „Unser Ziel ist es, in jeder Gemeinde eine Seniorenbeauftragte bzw. einen Seniorenbeauftragten zu haben.“

Anstatt einer ursprünglich im September geplanten „Impulsfahrt“ nach Hohenberg a. d. Eger und Bad Steben ist nun für 16. September 2020 eine Quartalsversammlung geplant, wo alte und neue Seniorenbeauftragte zusammenkommen.

„Selbstverständlich leidet das Jahresprogramm der Seniorenbeauftragten auch unter der Corona-Krise“, so Gabel weiter. Dennoch wird man im Oktober diesen Jahres auch wieder für 2021 ein Programm – dann erstmals zusammen mit Peter Gold – erstellen.

Die Fortschreibung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes des Landkreises Tirschenreuth war Ende Mai 2020 vom Kreistag verabschiedet worden. Dessen Umsetzung hat man sich als Aufgabe und Ziel für die nächsten Jahre gesetzt.

 

Bericht und Bild: Landratsamt Tirschenreuth