Landrat Roland Grillmeier war bereits zur Kreisausschusssitzung informiert, dass es eine Entscheidung zur leichteren Entnahme von Ottern geben wird. Er zeigte sich erfreut, dass nach Jahren des gemeinsamen Einsatzes für die betroffene Teichwirtschaft etwas vorangeht. Ähnlich wie bei Biber oder Kormoran sei das Land der tausend Teiche mit seiner starken Teichwirtschaft wesentlich früher und stärker betroffen als andere Regionen.

Museumsschätze im Landkreis

„Wie meinem Vorgängern liegt auch mir die Teichwirtschaft enorm am Herzen, nicht umsonst ist der Karpfen unser ‚Symboltier‘, der Einsatz und das ‚ständige am Ball bleiben‘ haben sich gelohnt, es ist aber auch allerhöchste Zeit,“ so der Landrat.

Er bekomme fast in jeder Woche Hinweise und Bildern von aktiven Teichwirten oder Hobbyteichwirten, die von leeren Teichen, von verletzten und toten Fischen oder der Aufgabe der Teichwirtschaft berichten.

Er danke Ministerpräsident Söder für diese mutige Entscheidung und bittet den Naturschutz und gerade die örtlichen Verantwortlichen hier an einem vernünftigen Management mitzuwirken. Hier sehe er insbesondere auch den Bund Naturschutz im Landkreis gefordert, auch in Richtung ihres Vorsitzenden zu vermitteln. „Wir brauchen jetzt keine Klage, sondern einen vernünftigen Umgang mit der Verordnung“. Keiner wolle den Otter ausrotten, aber es könne auch niemand wollen, dass es irgendwann keine Teichwirtschaft mehr geben wird. „Zäune und Entschädigungen werde man auch weiter brauchen, dies ist aber nicht genug, wir brauchen die drei Säulen.“

In Kürze werde es mit Regierungspräsident Jonas einen runden Tisch im Landkreis zum Thema ‚Waldnaabaue‘ geben, in dem die Teichwirtschaft und der Naturschutz eingebunden sind. Insoweit werde es sicher auch um dieses Thema gehen und Möglichkeiten bieten, sich auszutauschen.

Nun warten wir auf die Festlegungen des Ministeriums und der Regierung mit entsprechenden Bestimmungen, wie mit der Artenschutzrechtlichen Ausnahmeverordnung und der Änderung der jagdrechtlichen Vorschriften weiter vorzugehen ist. Insbesondere sind auch die Jäger mit einzubinden.

Bericht: Landratsamt Tirschenreuth