Bei einer Grenzkontrolle auf der A6 entdeckten Bundespolizisten gefälschte rumänische Identitätskarten im Gepäck eines Fahrers.
Bei einer Grenzkontrolle auf der A6 haben Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus am Dienstagnachmittag, 30. Juni 2026, zwei gefälschte rumänische Identitätskarten sichergestellt. Die Dokumente befanden sich im Reisegepäck eines Sprinter-Fahrers mit moldauischer Zulassung. Die Bundespolizei verweigerte dem Fahrer sowie zwei weiteren Insassen die Einreise nach Deutschland und leitete Ermittlungsverfahren ein.
Kontrolle auf der A6
Die Beamten kontrollierten den Sprinter im Rahmen der wiedereingeführten Grenzkontrollen nach der Einreise aus Tschechien. Im Fahrzeug saßen mehrere moldauische Staatsangehörige. Zwei 40-jährige Moldauer wiesen sich zunächst mit gültigen moldauischen e-Reisepässen aus, die grundsätzlich zu einem visumsfreien Kurzaufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen im Schengenraum berechtigen.
Fund im Reisegepäck
Bei der anschließenden Durchsuchung des Reisegepäcks des Fahrers wurden die Beamten fündig: In seinem Rucksack entdeckten sie einen Briefumschlag mit zwei rumänischen Identitätskarten. Die Personalien auf den Dokumenten stimmten mit denen zweier moldauischer Insassen überein, die im hinteren Bereich des Sprinters saßen. Eine genauere Überprüfung ergab eindeutige Fälschungsmerkmale – nach derzeitigem Ermittlungsstand handelt es sich bei beiden Dokumenten um Totalfälschungen.
Festnahme und Ermittlungen
Die Beamten nahmen den Fahrer und die beiden betroffenen Insassen vorläufig fest und brachten sie zur Dienststelle der Bundespolizeiinspektion Waidhaus. Gegen den Tatverdächtigen besteht der Verdacht, sich falsche amtliche Ausweise verschafft zu haben. Den beiden weiteren Tatverdächtigen wird vorgeworfen, ihre Identität mit den gefälschten rumänischen Identitätskarten verschleiern zu wollen.
Einreise verweigert
Die Bundespolizei stellte die gefälschten Identitätskarten sicher. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen verweigerten die Beamten allen drei Personen die Einreise nach Deutschland und wiesen sie nach Tschechien zurück. Die Bundespolizeiinspektion Waidhaus ermittelt nun wegen des Verdachts der Verschaffung sowie der Verwendung beziehungsweise des Besitzes falscher amtlicher Ausweise.