Neue Kurzmeldungen der Polizei Oberpfalz liegen vor. Feldbrände, Verkehrsunfälle und ein betrügerischer Gewinnspielanruf prägten den Tag.


Amberg, Weltdrogentag, Burglengenfeld, Regensburg
Foto: Symbolbild/KI

Feldbrand bei Hahnbach durch Funkenflug

Hahnbach. Am Montag, den 13. Juli 2026, gegen 17:00 Uhr, geriet bei Ölhof ein abgeerntetes Feld vermutlich durch Funkenflug in Brand. Die Feuerwehren aus Hahnbach, Adlholz, Vilseck und Schlicht waren mit mehr als 30 Einsatzkräften vor Ort. Benachbarte Landwirte unterstützten die Löscharbeiten mit wassergefüllten Güllefässern und sicherten so die Wasserversorgung. Verletzte gab es keine, und es entstand kein nennenswerter Sachschaden.

Ebenfalls am Montagmittag geriet ein bereits abgeerntetes Getreidefeld zwischen Schönleiten und Kürnberg in Brand. Ein 31-Jähriger war mit einem Mähdrescher bei Erntearbeiten beschäftigt, als hinter dem Fahrzeug plötzlich Rauch aufstieg. Nach derzeitigen Erkenntnissen entzündete sich das auf dem Feld liegende Stroh vermutlich durch Funkenflug oder Hitzeentwicklung im Bereich des Häckslers. Das Feuer erfasste eine Fläche von rund 100 Quadratmetern. Der Eigentümer versuchte zunächst, den Brand selbst zu löschen. Die alarmierten Feuerwehren aus Schönleiten, Steinsberg und Pirkensee konnten den Brand rasch unter Kontrolle bringen. Nach Angaben des Eigentümers entstand kein Sachschaden. Personen wurden nicht verletzt.


Alkohol und Drogen im Straßenverkehr

In Stadtamhof setzte am Abend gegen 23:30 Uhr ein 35-jähriger irischer Staatsangehöriger sein Fahrzeug mit laut aufheulendem Motor und auffälliger Fahrweise in Bewegung. Nach einer Mitteilung bei der Polizei konnte der Mann kurze Zeit später auf der Landshuter Straße einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Schnell ergab sich der Verdacht auf Alkoholkonsum. Der Fahrer gab zudem an, unter Drogeneinfluss zu stehen. Eine Blutentnahme sowie die vorsorgliche Sicherstellung des Fahrzeuges folgten. Da der Mann in Deutschland keinen Wohnsitz hat, musste er ersatzweise eine Sicherheitsleistung in angemessener Höhe hinterlegen. Erst dann durfte er die Polizei verlassen.

In Neumarkt wurde am Montag um 10:20 Uhr ein 47-jähriger E-Scooter-Fahrer in der Schweningerstraße kontrolliert. Da er angab, Cannabis konsumiert zu haben, wurde seine Weiterfahrt nach einem positiv ausgefallenen Drogenvortest unterbunden und eine Blutentnahme angeordnet. Ebenfalls unter dem Einfluss von Cannabis setzte sich ein 20-Jähriger in der Nacht zum Dienstag gegen 02:15 Uhr im Kurt-Romstöck-Ring hinters Steuer seines Pkw. Ein Drogenvortest verlief zu seinem Nachteil, weshalb die Weiterfahrt endete und eine Blutentnahme folgte.


Verkehrsunfälle mit Verletzten

In Neumarkt übersah am Montagvormittag ein 86-jähriger Pkw-Fahrer beim Abbiegen von der Wasag-Straße in die Regensburger Straße das von links kommende, vorfahrtsberechtigte Fahrzeug einer 31-Jährigen. Der Zusammenstoß hinterließ einen Blechschaden in Höhe von 500 Euro. Verletzt wurde niemand.

Auf der Bundesstraße 85 zwischen Heselbach und Wackersdorf kam es am Montag gegen 12:45 Uhr zu einem Zusammenstoß im Begegnungsverkehr. Ein 18-Jähriger aus Sulzbach-Rosenberg, zusammen mit seinem ebenfalls 18-jährigen Beifahrer, war mit seinem Pkw unterwegs. Er prallte mit dem entgegenkommenden Pkw einer 27-jährigen Frau aus Stulln zusammen. Alle Fahrzeuginsassen wurden leicht verletzt und mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt und abgeschleppt. Die Schadenshöhe wird auf 30.000 Euro beziffert. Die Feuerwehren Alberndorf und Steinberg banden auslaufende Betriebsstoffe und sicherten die Unfallstelle. Die Bundesstraße musste für längere Zeit gesperrt werden.

Am Montag gegen 14:25 Uhr stieß in Schwandorf ein 14-jähriger Schüler in der Breite Straße beim Abbiegen in die Rathausstraße mit dem Pkw eines 59-jährigen Schwandorfers zusammen. Der Schüler wurde leicht verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert.

Auf der Autobahn 93 zwischen der Tank- und Rastanlage Pentling und der Anschlussstelle Regensburg Süd ereignete sich am Montag gegen 12:15 Uhr ein Auffahrunfall. Ein 63-jähriger Kia-Fahrer musste verkehrsbedingt abbremsen. Der hinter ihm fahrende Kleintransporter konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren und fuhr in das Heck des Kia. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die linke Fahrspur in Fahrtrichtung Hof war bis zur Räumung etwa 30 Minuten gesperrt. Die Autobahnmeisterei Pentling und die Feuerwehr Pentling waren im Einsatz.

In Neunburg vorm Wald befuhr am Montag gegen 07:30 Uhr eine 36-jährige Renault-Fahrerin aus Wald die Staatsstraße 18 von Altenschwand kommend in Richtung Fuhrn. Sie wollte nach links zum Innovationspark Wackersdorf abbiegen und übersah dabei den entgegenkommenden Mercedes einer 49-jährigen Neunburgerin. Die beiden Fahrzeuge stießen frontal zusammen. Beide Fahrzeugführerinnen wurden glücklicherweise nur leicht verletzt. Die Pkw waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden beträgt 18.000 Euro. Die Feuerwehren Alten- und Neuenschwand übernahmen die Absicherung der Unfallstelle.

Auf der Bundesstraße 20 zwischen den Anschlussstellen Kothmaißling und Chamerau kam es am Montag um 07:20 Uhr zu einem weiteren Auffahrunfall. Eine 26-jährige Suzuki-Fahrerin fuhr aufgrund von Unachtsamkeit auf einen abbremsenden Kia auf, der von einem 58-jährigen Mann gelenkt wurde. Die Unfallverursacherin und der 29-jährige Beifahrer im Kia erlitten leichte Verletzungen und mussten ärztlich behandelt werden. Der Gesamtschaden wird auf etwa 20.000 Euro geschätzt.

In Cham wollte am Montag gegen 08:15 Uhr eine 26-jährige Mercedes-Fahrerin im Ortsteil Hof aus einer Hofeinfahrt in den Distelbergweg einbiegen. Dabei übersah sie eine 46-jährige Fahrerin eines Kleintransporters. Die Unfallverursacherin wurde wegen leichterer Verletzungen in ein Krankenhaus verbracht. Der Gesamtschaden an beiden Fahrzeugen wurde auf über 20.000 Euro geschätzt.

In Pettendorf befuhr am Morgen des 13. Juli 2026 ein 18-jähriger aus dem Landkreis Regensburg mit seinem Motorroller der Marke Jiangsu die Weinbergstraße aus Pettendorf kommend in Richtung Schwetzendorfer Weiher. Nach einer Rechtskurve kam der junge Fahrer alleinbeteiligt nach links in das Bankett, kollidierte mit einem Leitpfosten und fuhr über die angrenzende Böschung in ein Feld. Er musste mit schweren Verletzungen per Hubschrauber in ein Regensburger Krankenhaus transportiert werden. Am Roller entstand Totalschaden im unteren vierstelligen Eurobereich.


Geschwindigkeitsmessungen und Verstöße

Die Verkehrspolizeiinspektion Amberg führte am 13. Juli 2026 in Steinberg am See in der Industriestraße von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr eine Geschwindigkeitsmessung durch. Dabei kam es zu 13 Beanstandungen, davon zehn im Verwarnungsbereich und drei im Anzeigenbereich. Der traurige Höchstwert lag bei gemessenen 116 km/h bei erlaubten 70 km/h.

Im Gemeindebereich Wernberg-Köblitz führte die Verkehrspolizeiinspektion Amberg von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr die Verkehrsüberwachung mit einem Videofahrzeug durch. Auf der Autobahn 93 zwischen den Anschlussstellen Wernberg-Köblitz und Luhe-Wildenau wurden drei Pkw-Fahrer im Fahrverbotsbereich gemessen. Die Strecke ist wegen erheblicher Straßenschäden auf 80 km/h begrenzt. Den traurigen Höchstwert erreichte ein Fahrer mit 141 km/h. Ihn erwartet eine Bußgeldanzeige mit 480 Euro Bußgeld, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot. Weitere Verstöße lagen bei 129 km/h und 130 km/h.

Im Baustellenbereich der Autobahn 93 im Gemeindebereich Schwandorf überwachte die Verkehrspolizeiinspektion Amberg vom 7. Juli bis zum 10. Juli 2026 mit dem Enforcement Trailer des Polizeipräsidiums Oberpfalz die Geschwindigkeit. Dabei wurden 220 Verkehrsteilnehmer im Anzeigenbereich gemessen. Der traurige Höchstwert lag bei 171 km/h bei erlaubten 100 km/h. Den Fahrer erwartet eine Bußgeldanzeige mit 600 Euro, zwei Punkten und zwei Monaten Fahrverbot. Besonders auffällig war, dass nach Einbruch der Dunkelheit schneller gefahren wurde.


Betrügerischer Gewinnspielanruf in Neukirchen

Neukirchen bei Heiligen Blut. Eine 56-jährige Frau erhielt am Montag einen Anruf eines unbekannten Mannes, der sich als Mitarbeiter einer Lottogesellschaft ausgab. Der Anrufer kannte den Namen, die Mobiltelefonnummer sowie die E-Mail-Adresse der Frau. Er erklärte, sie habe im Zusammenhang mit einem früheren Gewinnspiel ein kostenloses Abonnement genutzt, das nun kostenpflichtig werde. Um das angebliche Abo zu kündigen, benötige er ihre Bankverbindung.

Die 56-Jährige nannte dem Anrufer ihre IBAN, wurde jedoch misstrauisch, da sie weder von einem solchen Abo wusste noch jemals Unterlagen hierzu erhalten hatte. Zudem hatte sie bei dem vermeintlichen Gewinnspiel keine Bankdaten angegeben. Bislang ist kein finanzieller Schaden entstanden. Die Geschädigte wurde angewiesen, ihre Hausbank zu informieren und ihre Kontobewegungen zu überwachen. Die verwendete Telefonnummer wird im Internet bereits als Spam- beziehungsweise Betrugsrufnummer geführt.

Die Polizei weist darauf hin, am Telefon niemals unüberlegt persönliche Daten oder Bankverbindungen preiszugeben. Im Zweifel sollte das Gespräch beendet und bei Unsicherheiten die Polizei oder die Hausbank kontaktiert werden.


Weitere Vorfälle

In Altenthann im Landkreis Regensburg entsorgten Unbekannte im Zeitraum vom 22. Juni bis zum 13. Juli 2026 illegal mehrere Gummireifen auf einer Wiese nahe des Lohwegs. Dadurch entstanden Entsorgungskosten von etwa 100 Euro. Sachdienliche Hinweise erbittet die Polizeiinspektion Wörth an der Donau unter der Telefonnummer 09482/9411-0.

In Amberg verschaffte sich im Zeitraum vom 10. Juli, 18:30 Uhr, bis zum 13. Juli, 06:55 Uhr, ein unbekannter Täter gewaltsam Zutritt zum Büro der Schulleitung der Dreifaltigkeits-Mittelschule in der Krumbacher Straße. Er hebelte ein Fenster auf und verursachte einen Sachschaden von rund 250 Euro. Der Täter suchte gezielt nach Bargeld und öffnete einen Schrank. Vermutlich ging er davon aus, dass sich dort die Einnahmen des Schulfestes vom vergangenen Freitag befanden. Diese waren jedoch bereits durch den Elternbeirat zur Bank gebracht worden, sodass nur geringe Bargeldbeute gemacht wurde. Die Polizeiinspektion Amberg bittet Zeugen um Hinweise.

Eine 87-jährige Bewohnerin eines Pflegeheims wurde am Montag gegen 10:20 Uhr als vermisst gemeldet. Da sie an Demenz litt und dringend auf Medikamente angewiesen war, leitete die Polizei umfangreiche Suchmaßnahmen ein. Gegen 11:00 Uhr konnte die Dame am Bahnhof durch eine Streife der Polizeiinspektion Schwandorf angetroffen werden. Sie wurde wohlbehalten an das Personal der Einrichtung übergeben.