Die Autobahnpolizei Parsberg zog einen türkischen Lkw-Fahrer aus dem Verkehr. Das Fahrzeug hatte keine funktionierende Bremse, gefälschte Papiere und sollte nach Afghanistan verschifft werden.
Kontrolle an der Anschlussstelle Neumarkt
Am Donnerstag, den 09. Juli 2026, zog die Autobahnpolizeistation Parsberg an der Anschlussstelle Neumarkt einen Kühl-Lkw aus dem Verkehr. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 36-jährige türkische Fahrer im Auftrag einer afghanischen Firma mit dem Flugzeug nach Deutschland gereist war. Er sollte das Fahrzeug von Deggendorf nach Hamburg überführen, von wo der Lastwagen nach Afghanistan verschifft werden sollte.
Gefälschte Papiere und fehlende Versicherung
Am Lkw waren dänische Kennzeichen angebracht. Der Fahrer übergab den Beamten eine gefälschte dänische Zulassungsbescheinigung. Eine Überprüfung in Dänemark ergab jedoch, dass die Kennzeichen zwar tatsächlich existierten, aber für einen Pkw ausgegeben worden waren. Zudem bestand für das Fahrzeug keine Kfz-Versicherung und das eingebaute Kontrollgerät zeichnete keine Fahrtzeiten auf.
Bremsdefekt und illegale Erwerbstätigkeit
Die technische Überprüfung ergab gravierende Mängel: Der rechte Bremssattel an der Hinterachse fehlte komplett, die zugehörigen Luftanschlüsse waren mit Kabelbinder abgeklemmt. Die vordere rechte Bremsscheibe war mehrmals durchgerissen. Da der Fahrer kein Visum mit Erlaubnis für eine Erwerbstätigkeit besaß, befand er sich illegal in Deutschland.
Konsequenzen
Dem Fahrer erwarten nun Anzeigen wegen illegalen Aufenthalts, Urkundenfälschung, Pflichtversicherung, Steuerhinterziehung sowie Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung und das Fahrpersonalgesetz. Der verkehrsuntüchtige Lkw wurde sichergestellt. Der Fahrer musste eine Sicherheitsleistung im dreistelligen Bereich für die zu erwartende Geldstrafe hinterlegen.