Am Freitagabend eskalierte eine Auseinandersetzung am Bahnhof Schwandorf: Ein 64-jähriger Reisender soll den Triebfahrzeugführer eines Regionalexpresses beleidigt und bespuckt haben.


Furth im Wald Bundespolizei, Schwandorf
Foto: Symbolbild

Streit wegen Wartezeit eskaliert

Am Freitagabend, dem 26. Juni 2025, informierte die Leitstelle des Polizeipräsidiums Oberpfalz die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen über einen Vorfall am Bahnhof Schwandorf. Einem ersten Erkenntnisstand zufolge soll ein 64-jähriger deutscher Staatsangehöriger den Triebfahrzeugführer eines Regionalexpresses zunächst wegen einer längeren Wartezeit verbal angegangen und beleidigt haben. Im weiteren Verlauf soll der Mann den Lokführer auch bespuckt haben – ein Übergriff, der strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht.

Verfolgung durch Stadtgebiet

Nach dem Vorfall entfernte sich der 64-Jährige in Richtung Stadtgebiet. Der betroffene Lokomotivführer verfolgte den Tatverdächtigen daraufhin zu Fuß. Die Zugbegleiterin des Regionalexpresses informierte derweil die Polizei über den Sachverhalt. Beamte der Bayerischen Landespolizei konnten kurz darauf sowohl den Tatverdächtigen als auch den Lokführer im Stadtgebiet von Schwandorf anhalten.

Zug endet unplanmäßig in Schwandorf

Als unmittelbare Folge der Auseinandersetzung sowie der anschließenden Nachverfolgung endete die Fahrt des Regionalexpresses unplanmäßig in Schwandorf. Über etwaige Verspätungen oder Beeinträchtigungen für weitere Reisende liegen bislang keine näheren Angaben vor.

Bundespolizei übernimmt Ermittlungen

Die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen hat den Sachverhalt zuständigkeitshalber von der Bayerischen Landespolizei übernommen. Gegen den 64-jährigen Deutschen wird nun wegen Beleidigung nach § 185 StGB ermittelt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vor Ort wurde der Tatverdächtige wieder auf freien Fuß gesetzt.