Mit gefälschten Papieren in Reisebussen aus Italien

Rosenheim (ots).  In mehreren Fällen ermittelt die Rosenheimer Bundespolizei wegen Urkundenfälschung in Verbindung mit illegalen Einreiseversuchs. Die Migranten mit den gefälschten Papieren wurden alle in italienischen Reisebussen festgestellt.

Am Montag (14. September) kontrollierten die Bundespolizisten einen iranischen Businsassen auf der Inntalautobahn bei Kiefersfelden. Der Mann war von Rom aus in Richtung München unterwegs. Er wollte offenbar unter einer falschen Identität in Deutschland Fuß fassen. Ersten Erkenntnissen zufolge musste er einem Schleuser für die Beförderung von der Türkei über Griechenland und Italien bis nach Deutschland mittels Boot, Lkw und Reisebus einschließlich der beschafften falschen litauischen Papiere 16.000 Euro zahlen. Der Iraner, der bislang weder von griechischen noch von italienischen Behörden registriert worden war, wurde einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet.

Ebenfalls auf der A93 unterzogen die Bundespolizisten in einem anderen Fernreisebus aus Italien eine Chinesin einer Personenkontrolle. Den Beamten fiel auf, dass das maltesische Visum im Reisepass der 26-Jährigen eine Fälschung ist. Die Frau beteuerte die Echtheit ihrer Dokumente. Recherchen der Ermittler ergaben, dass sie bereits 2016 in Berlin wegen Urkundenfälschung angezeigt worden war. Hieran konnte oder wollte sie sich aber überhaupt nicht mehr erinnern. Die Bundespolizei verweigerte der chinesischen Staatsangehörigen die Einreise in die Bundesrepublik. Sie wurde der österreichischen Polizei überstellt.

In der Nacht von Montag auf Dienstag nahmen die Kontrollbeamten einen Gambier in einem Reisebus fest, der regelmäßig zwischen Mailand und Berlin verkehrt. Der Afrikaner konnte sich nicht ausweisen, zeigte den Beamten aber auf dem Bildschirm seines Smartphones das Foto einer angeblich gültigen italienischen Aufenthaltsgenehmigung. Obwohl es sich nur um ein Bild des Dokuments handelte, erkannten die Bundespolizisten anhand verschiedener Merkmale, dass es sich um eine Fälschung handeln muss. Nachforschungen ergaben, dass der gambische Staatsangehörige in Italien weder registriert, noch gemeldet ist. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 22-Jährige nach Österreich zurückgewiesen.

 

Bericht und Bild: Bundespolizeiinspektion Rosenheim