Rund 60 Einsatzkräfte nahmen den Straßen- und Schienenverkehr unter die Lupe.
Behördenübergreifende Maßnahme an der Grenze
Am 15. April 2026 führten rund 60 Einsatzkräfte von Zoll, Bundes- und Landespolizei eine konzertierte Kontrollaktion im grenznahen Raum zu Tschechien durch. Federführend war die Kontrolleinheit Verkehrswege Furth im Wald des Hauptzollamts Regensburg. Die Aktion erstreckte sich sowohl auf Fahrzeuge als auch auf den grenzüberschreitenden Schienenverkehr. Die Grenzpolizeigruppe der Polizeiinspektion Furth im Wald beteiligte sich ebenfalls an der Maßnahme und wurde dabei von einer Einheit der Bereitschaftspolizei unterstützt.
Ziele und Umfang der Kontrollen
Die Einsatzkräfte der Landespolizei kontrollierten im Rahmen dieser großangelegten Aktion knapp 100 Personen und rund 50 Fahrzeuge. Ein besonderes Augenmerk der Fahnder lag dabei auf der Bekämpfung illegaler Migration sowie weiterer Formen der grenzüberschreitenden Kriminalität. Dazu zählten unter anderem Waffen- und Rauschgiftkriminalität, Kfz-Verschiebung und Einbruchskriminalität. Durch umfassende Kontrollen zielten die Maßnahmen darauf ab, Erkenntnisse zu Straftaten zu gewinnen, Tatgelegenheiten zu verringern und den Fahndungs- und Kontrolldruck auf potenzielle Tätergruppen zu erhöhen.
Sicherstellungen im Schienenverkehr und Verkehrsverstöße
Im Verlauf der Kontrollen kam es zu Sicherstellungen aufgrund von Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Arzneimittelgesetz. So stellten die Beamten bei einer Zugkontrolle eine geringe Menge Amphetamin bei einem 36-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen sicher. Zudem wurde ein Verstoß gegen das Waffengesetz aufgrund des Mitführens eines verbotenen Pfeffersprays festgestellt. Die Einsatzkräfte leiteten noch vor Ort entsprechende Strafverfahren ein. Bei den stationären Kontrollen im Straßenverkehr wurden ebenfalls mehrere Verstöße geahndet.
In drei Fällen mussten Blutentnahmen bei Fahrzeugführern durchgeführt werden, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss standen. So wurde am Grenzübergang Eschlkam ein 34-jähriger Pkw-Fahrer mit erheblicher Alkoholisierung gestoppt. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert im Bereich der absoluten Fahruntüchtigkeit. Weitere Drogenverstöße wurden bei Fahrern am Grenzübergang Höll bei Waldmünchen und am Grenzübergang Schafberg bei Furth im Wald festgestellt.
Illegaler Tiertransport gestoppt
Am Nachmittag kontrollierten Beamte am Grenzübergang Rittsteig bei Neukirchen b. Hl. Blut einen 25-jährigen Moldauer mit seinem Kleintransporter. Im Fahrzeuginneren wurden vier Hundewelpen entdeckt. Aufgrund von Unstimmigkeiten bei den vorgelegten Heimtierausweisen wurden die Tiere in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt des Landkreises Cham in Verwahrung genommen und in Quarantäne in ein Tierheim verbracht. Ermittlungen ergaben, dass die Hunde für den Verkauf in Frankreich bestimmt waren.
Gegen den Fahrer wird nun unter anderem wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und des Verdachts der Urkundenfälschung ermittelt. Da zudem eine illegale Einreise vorlag, wurde der 25-Jährige an die Bundespolizei übergeben, welche die Zurückweisung nach Tschechien vornahm.
Beispiele für sichergestellte Gegenstände/Verstöße
Geringe Menge Amphetamin, verbotenes Pfefferspray.
Erhebliche Alkoholisierung und Drogenkonsum bei Fahrzeugführern, vier illegal transportierte Hundewelpen.