Mehrere Unfälle und Verstöße mit Fahrrädern, E-Bikes und Motorrädern prägten das Wochenende in der Oberpfalz. Alkohol, Manipulationen und Fahrerflucht waren häufige Ursachen.
Schwerer Sturz: Bremsen versagten am Klosterberg
Kastl. Am Sonntag, den 12. Juli 2026, gegen 10:55 Uhr, befuhr ein 56-jähriger französischer Landkreisbewohner mit seinem Mountainbike die Klosterbergstraße abwärts. Dabei stellte er fest, dass seine Bremsen lediglich eine geringe Bremswirkung entfalteten. Um Geschwindigkeit zu verlieren, fuhr er in eine Hofeinfahrt und kollidierte dort frontal mit einem Holzstapel. Der Radfahrer wurde schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Eine Manipulation an den Bremsen konnte bereits ausgeschlossen werden. Über einen möglichen Sachschaden liegen bislang keine Informationen vor.
Betrunkener Pedelec-Fahrer stürzt in Weiherhammer
Weiherhammer. Am frühen Sonntagmorgen, gegen 03:30 Uhr, beobachtete ein Bürger in der Hauptstraße den Sturz eines Pedelec-Fahrers. Trotz sehr geringer Geschwindigkeit verlor der junge Mann die Kontrolle über sein Zweirad. Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten deutlichen Alkoholgeruch fest. Ein freiwilliger Alkotest bestätigte den Verdacht mit einem Wert über der für Fahrradfahrer geltenden Grenze von 1,6 Promille. Der Radfahrer zog sich diverse Abschürfungen am ganzen Körper zu. Auffällig waren zudem weitere Verletzungen, die nicht vom Unfall stammten. Ihre Herkunft muss noch ermittelt werden. Wegen des Sturzes unter Alkoholeinfluss muss er sich nun wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten.
E-Bike-Fahrer unter Alkohol stürzt bewusstlos
Schwandorf. Am Sonntag, gegen 23:15 Uhr, wurden Rettungsdienst und Polizei in die Wackersdorfer Straße gerufen. Ein Passant beobachtete, wie ein 48-jähriger deutscher Mann mit Wohnsitz in Schwandorf mit seinem E-Bike in Schlangenlinien fuhr. Anschließend prallte er mit dem Rad gegen den Bordstein, stürzte und blieb zunächst bewusstlos liegen. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte war der Fahrradfahrer bereits wieder ansprechbar. Er wurde in ein Krankenhaus verbracht, wo auch eine polizeiliche Blutentnahme durchgeführt wurde. Diese musste mit unmittelbarem Zwang durchgesetzt werden. Das Fahrrad wurde in polizeiliche Verwahrung genommen.
Manipuliertes Kleinkraftrad aus dem Verkehr gezogen
Furth im Wald. Im Rahmen einer Schulwegüberwachung stellten Beamte der Polizeiinspektion Furth im Wald am Freitagmorgen ein mutmaßlich manipuliertes Kleinkraftrad fest. Der 16-jährige Fahrzeugführer räumte ein, dass sein Moped anstelle der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h etwa 70 km/h erreiche. Da seine Fahrerlaubnis der Klasse AM für ein derart schnelles Fahrzeug nicht ausreicht, besteht der Verdacht des Fahrens ohne die erforderliche Fahrerlaubnis. Das Kleinkraftrad wurde sichergestellt und wird auf einem Prüfstand vermessen.
Technisch verändertes E-Bike: Drogen und mehrere Verstöße
Furth im Wald. Am frühen Donnerstagabend kontrollierten Beamte der Grenzpolizei im Rahmen einer verdachtsunabhängigen Kontrolle einen 49-jährigen Mann mit einem technisch veränderten E-Bike im Stadtgebiet. Zuvor hatten die Beamten beobachtet, wie der Mann mehrfach den Kreisverkehr in der Eschlkamer Straße umrundete, ohne dabei in die Pedale zu treten.
Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass das Fahrzeug aufgrund der technischen Veränderungen nicht mehr als gewöhnliches E-Bike einzustufen war. Für das Führen wären daher eine entsprechende Fahrerlaubnis sowie ein gültiger Versicherungsschutz erforderlich gewesen. Beides konnte der 49-Jährige nicht vorweisen. Zudem ergaben sich Hinweise auf einen Betäubungsmittel-Einfluss. Eine Blutentnahme wurde angeordnet und durchgeführt. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten eine geringe Menge Amphetamin. Sowohl die Drogen als auch das E-Bike wurden sichergestellt. Gegen den Mann wurden Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.
Alkohol am Steuer: E-Scooter und Mofa
Nittenau. Am Montag, den 13. Juli 2026, gegen 03:25 Uhr, wurde ein 47-jähriger Ungar mit seinem E-Scooter in der Brucker Straße einer Verkehrskontrolle unterzogen. Die Beamten stellten Alkoholgeruch fest. Ein Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht. Nach einer beweissicheren Atemalkoholanalyse auf der Dienststelle, die einen Wert im Ordnungswidrigkeitenbereich ergab, wurde der Mann entlassen. Ihn erwartet ein Bußgeld und mindestens ein Monat Fahrverbot.
Am Sonntag, den 12. Juli 2026, gegen 22:00 Uhr, wurden bei Kontrollen in der Berghamer Straße zwei E-Scooter-Fahrer ohne gültige Versicherungskennzeichen festgestellt. Es handelt sich um einen 18-jährigen Ungarn und einen 17-jährigen Deutschen. Gegen beide wurden Ermittlungsverfahren wegen eines Vergehens nach dem Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet.
Lappersdorf, Landkreis Regensburg. Am Sonntagnachmittag kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Regenstauf auf der Kreisstraße R15 bei Lappersdorf einen 52-jährigen Mofafahrer. Die Einsatzkräfte stellten Alkoholgeruch fest. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert im Bereich der 0,25 mg/l-Grenze. Die Weiterfahrt wurde unterbunden. Den Mann erwartet ein Bußgeldverfahren nach dem Straßenverkehrsgesetz.
E-Scooter-Flucht über vier Kilometer
Regenstauf, Landkreis Regensburg. Am Sonntagnachmittag sollte ein E-Scooter-Fahrer in der Regensburger Straße wegen eines fehlenden Versicherungskennzeichens einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Der Fahrer missachtete jedoch sämtliche Anhaltesignale und flüchtete. Die Verfolgungsfahrt erstreckte sich über rund vier Kilometer. Dabei erreichte der E-Scooter innerorts Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h. Der junge Fahrer verlor aufgrund der hohen Geschwindigkeit mehrfach die Kontrolle über sein Fahrzeug und konnte einen Sturz jeweils nur knapp verhindern. Er war zuvor mit einer größeren Gruppe von E-Scooter-Fahrern unterwegs. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Zeugen, die die Flucht beobachtet haben oder gefährdet wurden, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Regenstauf unter der Telefonnummer 09402/9311-0 zu melden.
Motorradunfälle mit Personenschaden
Seubersdorf in der Oberpfalz. Am Sonntag, den 12. Juli 2026, gegen 19:37 Uhr, befuhr ein 48-jähriger Kraftradfahrer die Staatsstraße 2251 von Eichenhofen in Richtung Seubersdorf. Im Kurvenbereich kam der Mann vermutlich aufgrund der tiefstehenden Sonne alleinbeteiligt von der Straße ab und stürzte schwer. Er wurde mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus verbracht. Am Krad entstand ein Sachschaden von etwa 2.500 Euro.
Am Sonntag, gegen 12:10 Uhr, befuhr ein 46-jähriger deutscher Pkw-Fahrer aus Ingolstadt die Iradinger Straße in Richtung Unterirading. Als er nach links in den Parkplatz einer Gaststätte einbiegen wollte, übersah er einen 33-jährigen deutschen Motorradfahrer aus dem Landkreis Regensburg. Es kam zum Zusammenstoß, wobei der Motorradfahrer stürzte und sich leichte Verletzungen zuzog. Er wurde in ein Regensburger Krankenhaus verbracht. Der Gesamtschaden beläuft sich auf einen hohen vierstelligen Betrag.