Erneuter Betrugsfall in Regensburg: Eine 75-jährige Seniorin wurde Opfer eines sogenannten Schockanrufs und übergab Bargeld an einen Unbekannten. Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Täterbeschreibung und Zeugenaussagen.
Betrug in der Baltenstraße
Am 28. April 2026 wurde eine 75-jährige Frau in der Baltenstraße Opfer eines Betrugsdelikts. Nach bisherigen Erkenntnissen kontaktierte ein unbekannter Anrufer die kasachische Seniorin mehrfach im Laufe des Tages. In russischer Sprache spiegelte er ihr vor, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und zur Abwendung rechtlicher Konsequenzen eine Kaution hinterlegt werden müsse.
Bargeldübergabe an Unbekannten
Unter diesem massiven psychischen Druck übergab die Seniorin schließlich Bargeld im Wert von mehreren tausend Euro an eine unbekannte Person. Die Geldübergabe fand zwischen 17.45 Uhr und 19.00 Uhr direkt in der Baltenstraße statt. Nach der Übergabe verschwand der Abholer mit der Beute.
Personenbeschreibung des Geldabholers
Die Kriminalpolizei Regensburg sucht nun nach dem unbekannten Abholer und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Die Person wird wie folgt beschrieben: Männlich, etwa 45 Jahre alt, ca. 165 cm groß mit schlanker Statur. Der Mann hatte kurze, schwarze Haare, trug einen Schnurrbart und war mit dunkler Alltagskleidung bekleidet.
Polizei bittet um Zeugenhinweise
Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Zeugen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit der Geldübergabe oder verdächtigen Personen im Bereich der Baltenstraße im angegebenen Zeitraum gemacht haben, werden dringend gebeten, sich zu melden. Hinweise werden unter der Telefonnummer 0941/506-2888 entgegengenommen. Jedes Detail kann zur Aufklärung des Falls beitragen.
Info
Der „Schockanruf“ ist eine gängige Betrugsmasche, die oft auf ältere oder sprachlich unsichere Mitbürger abzielt. Täter geben sich als Verwandte (meist Kinder oder Enkel) in Notlagen aus (angebliche Unfälle, Festnahmen etc.) und fordern unter extremem zeitlichem und emotionalem Druck Geld. Die Anrufer agieren oft in Gruppen und sind rhetorisch geschult. Ziel ist es, die Opfer zu einer unbedachten Geldübergabe oder -überweisung zu bringen. Die Polizei rät, sofort aufzulegen, wenn Fremde am Telefon Geld fordern, und umgehend die echte Polizei (110) oder Verwandte über bekannte Nummern zu kontaktieren.