Ein 26-jähriger Mann ist am Dienstagabend an der Nibelungenbrücke in Regensburg beim Baden ertrunken. Eine stundenlange Suchaktion mit Hubschrauber und Booten endete tragisch.
Einsatz an der Nibelungenbrücke
Am Dienstagabend gegen 17:50 Uhr stieg ein 26-Jähriger im Bereich der Nibelungenbrücke in Regensburg in die Donau. Laut Aussagen von Zeugen, die das Geschehen beobachteten, verschwand der Mann bereits nach wenigen Augenblicken unter der Wasseroberfläche. Er konnte nicht schwimmen.
Großangelegte Suche mit Hubschrauber und Booten
Die alarmierten Rettungskräfte leiteten sofort eine umfangreiche Suchaktion ein. Mehrere Suchboote sowie ein Hubschrauber durchkämmten den Donauabschnitt über mehrere Stunden hinweg. Gegen 20:30 Uhr konnte der Verunglückte schließlich mithilfe eines Sonars unter Wasser geortet und geborgen werden.
Reanimation bleibt erfolglos
Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen nach der Bergung konnten die Einsatzkräfte das Leben des Mannes nicht mehr retten. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg übernahm die weiteren Ermittlungen.
Polizei gibt Sicherheitshinweise für Badegewässer
Der tödliche Unfall veranlasst die Polizei, eindringlich auf die Gefahren beim Baden in Fließgewässern hinzuweisen. Entscheidend ist, die eigenen Schwimmkenntnisse realistisch einzuschätzen: Wer sich in Tiefe oder Strömung nicht sicher fühlt, sollte das Wasser nicht betreten. Fließgewässer wie die Donau bergen auch für geübte Schwimmer erhebliche Risiken durch Strömung und Temperaturunterschiede – ein Kälteschock kann selbst erfahrene Schwimmer in Sekunden handlungsunfähig machen. Die DLRG warnt ausdrücklich davor, an unbewachten Uferstellen ins Wasser zu gehen. Wer eine in Not geratene Person entdeckt, sollte Umstehende zur Hilfe rufen, umgehend den Notruf 110 oder 112 wählen und möglichst von Land aus helfen – ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Kinder und Jugendliche dürfen sich niemals unbeaufsichtigt in der Nähe von Gewässern aufhalten.