Ein Mann hat einem 14-Jährigen im Zug von Schwandorf nach Cham ins Gesicht gespuckt und ist anschließend geflüchtet. Die Bundespolizei ermittelt – und sucht dringend Zeugen.


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Bild: Symbolbild

Vorfall beim Aussteigen in Cham

Am Montag, 22. Juni, kam es gegen 12:30 Uhr an Bord der Regionalbahn 27 auf der Strecke Schwandorf–Cham zu einem Übergriff auf einen 14-jährigen Schüler. Eine Schulklasse einer Münchner Realschule befand sich auf Klassenfahrt, als ein bislang unbekannter Mann im Zug auffiel. Der Unbekannte hielt sich in der Nähe von drei Schülern auf und sprach sie schroff an. Als der begleitende Lehrer das Gespräch mit dem Mann suchte, verweigerte dieser jede Antwort.

Beim Aussteigen in Cham näherte sich der Mann einem der Schüler von hinten und spuckte ihm unvermittelt ins Gesicht. Danach blieb er im Zug sitzen und setzte seine Fahrt in Richtung Furth im Wald fort.

Fahndung bleibt erfolglos

Ein Lehrer informierte umgehend die Polizeiinspektion Cham. Bundespolizisten leiteten sofort eine Fahndung ein, konnten den Tatverdächtigen am Bahnhof Furth im Wald jedoch nicht mehr antreffen. Die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen ermittelt wegen des Anfangsverdachts der Beleidigung nach § 185 StGB. Zudem werden vorhandene Videoaufzeichnungen aus dem Zug gesichtet und ausgewertet.

Personenbeschreibung des Tatverdächtigen

Der Gesuchte wird wie folgt beschrieben: männlich, circa 40 bis 50 Jahre alt, etwa 175 bis 180 Zentimeter groß, europäisches Erscheinungsbild, spricht Deutsch mit bayerischem Akzent. Auffällig sind seine langen grauen Haare, die er zu einem Pferdeschwanz gebunden trägt, sowie vorne eingearbeitete hellblonde Strähnen. Zur Tatzeit trug er ein schwarzes T-Shirt mit dem großflächigen Aufdruck einer nahezu unbekleideten Frau auf der Vorderseite und weißer Schrift auf der Rückseite. Als besondere Merkmale wurden ein fehlender Schneidezahn sowie ein Piercing unterhalb der Unterlippe festgestellt.

Zeugenaufruf der Bundespolizei

Die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen bittet alle Personen, die den Tatverdächtigen erkennen oder sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Rufnummer 09972 9408-0 oder per E-Mail an bpoli.waldmuenchen@polizei.bund.de zu melden.