Mehr Arbeit durch Sommerferien
Bergwacht – Der Landkreis Amberg-Sulzbach ist gerade im Sommer ein beliebtes Ziel für Natur- und Freizeitaktivitäten. Dass dies auch mehr Einsätze für die Retter bedeutet, zeigt die aktuelle Bilanz: Seit Beginn der Schulferien Ende Juli musste die Bergwacht Amberg bereits zehnmal ausrücken – von klassischen Bergrettungen über Personensuchen bis hin zu medizinischen Notfällen.
Einsätze am Berg und im Tal
Den Auftakt machte am 31. Juli ein Einsatz bei Ammerthal, bei dem leider jede Hilfe zu spät kam. Wenige Tage später stürzte ein Urlauber im Lehenbachtal bei Oed und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Kurz darauf folgte eine großangelegte Personensuche in Kümmersbruck, die schnell erfolgreich beendet werden konnte. Am Monte Kaolino in Hirschau wurde die Bergwacht ebenfalls alarmiert, nachdem sich ein Besucher schwer an der Hand verletzt hatte – der Patient erreichte jedoch selbstständig die Talstation, sodass der Einsatz abgebrochen werden konnte.
Besonders fordernd wurde es am 9. August während des Hüttenfestes: Innerhalb weniger Stunden musste die Bergwacht gleich zweimal am Höhenglücksteig ausrücken. Ein Kletterer mit Kreislaufproblemen und ein blockierter Sportler forderten ein Großaufgebot an Rettern.
Bergwacht – Zusammenarbeit über Grenzen hinweg
Auch am langen Wochenende ab dem 14. August waren die Bergretter mehrfach gefordert. In Hirschau wurde ein Heimbewohner vermisst, der leider nur noch tot aufgefunden werden konnte. Währenddessen unterstützten die Amberger Kollegen eine schwierige Rettung an der Burgruine Stockenberg im Landkreis Schwandorf. Zudem leisteten sie Hilfe bei einem internistischen Notfall im Birgland.
„Aufgrund des hohen Personalbedarfs und der kurzen Wege arbeiten wir regelmäßig mit den Bergwachten aus Sulzbach-Rosenberg, Lauf-Hersbruck, Nürnberg, Pottenstein, Schwandorf oder Regensburg zusammen. Diese Kooperation über Bezirksgrenzen hinweg ist beeindruckend und unverzichtbar“, erklärt Markus Arnold, Bereitschaftsleiter der Bergwacht Amberg.