Die Bergwacht Amberg bewältigte am vergangenen Wochenende gleich zwei Einsatzschwerpunkte: die Rettung einer verletzten Kletterin bei Auerbach in der Oberpfalz sowie die Unterstützung der Feuerwehren bei fünf Waldbränden im Landkreis Schwandorf.


Bergwacht
Foto: Symbolbild/KI

Sturz ins Seil am Felsen „Geheimaktion“

Am Samstag gegen 10 Uhr wurde die Bergwacht Amberg zu einem Kletterunfall am Felsen „Geheimaktion“ bei Auerbach in der Oberpfalz alarmiert. Eine junge Frau aus Berlin soll mehrere Meter ins Seil gestürzt und dabei gegen die Felswand geprallt sein. Sie erlitt dabei mutmaßlich mittelschwere Verletzungen.

Die Bergwachten Amberg und Pottenstein rückten gemeinsam mit dem Rettungshubschrauber Christoph 20, dem Rettungsdienst sowie der Feuerwehr Michelfeld zur Einsatzstelle aus. Nach medizinischer Erstversorgung vor Ort wurde die Kletterin mit einer Gebirgstrage der Bergwacht zum Hubschrauber transportiert und anschließend in eine Klinik geflogen. Die Feuerwehr Michelfeld übernahm die Absicherung der Einsatzstelle und unterstützte bei der Zugänglichkeit des Geländes.

Fünf Waldbrände an drei Tagen

Parallel dazu war die Bergwacht Amberg gemeinsam mit den Bergwachten Schwandorf, Regensburg, Fuchsmühl, Furth im Wald und Arnbruck bei insgesamt fünf Waldbränden im Landkreis Schwandorf gefordert. Den Auftakt machte am Freitag ein Brand in Wackersdorf. Am Samstag folgten Einsätze in Pfreimd sowie in Stulln bei Nabburg, bevor die Kräfte am Sonntag nach Schwarzhofen und Trausnitz alarmiert wurden.

Versorgung im unwegsamen Gelände

Die Bergwachten übernahmen bei allen Brandeinsätzen den Transport von Getränken und Ausrüstung in schwer zugängliches Gelände – eine Aufgabe, für die die Bergwacht bei Waldbränden unverzichtbar ist. Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen mussten zudem mehrere Feuerwehreinsatzkräfte wegen Kreislaufproblemen vor Ort medizinisch versorgt werden.

Überregionale Zusammenarbeit bewährt sich

Das Wochenende zeigte eindrücklich die Bandbreite der Einsatzszenarien, auf die die Bergwacht vorbereitet sein muss: von der technischen Rettung im Steilgelände bis zur logistischen und medizinischen Unterstützung bei Flächenlagen. Die enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Bergwachten und den zahlreichen Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Schwandorf habe sich dabei erneut bewährt, so die Bergwacht Amberg.

Überregionale Zusammenarbeit bewährt

Das Wochenende verdeutlicht die Bandbreite der Aufgaben, mit denen die Bergwacht konfrontiert sein kann. Alexander Renner, verantwortlich für den Einsatz bei der Bergwacht Amberg, zog folgendes Fazit:

„Die Kombination aus Kletterunfall und mehreren Waldbränden an einem Wochenende zeigt, wie vielfältig die Einsatzszenarien der Bergwacht sind. Die überregionale Zusammenarbeit mit den Nachbar-Bergwachten und den Feuerwehren hat sich dabei erneut bewährt.“

— Alexander Renner, Bergwacht Amberg, Verantwortlicher Einsatz