Coronakrise – Diskussion um City-Maut

München.  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich gegen überhastete City-Maut-Konzepte in bayerischen Städten ausgesprochen, wie sie aktuell diskutiert werden. Aiwanger: „Gerade angesichts der Probleme im städtischen Einzelhandel und in der Gastronomie würden Zufahrtsbeschränkungen den Händlern in der City weitere Kunden abspenstig machen. Ich warne hier vor Schnellschüssen. Um den Verkehr in den Großstädten zu reduzieren, braucht es weitsichtige Konzepte, die die Interessen der Wirtschaft und Kunden berücksichtigen.“

Aiwanger verweist auf die coronabedingte Betroffenheit der Innenstädte. Immobilienexperten warnen aktuell sogar vor Verödungen in Innenstädten, wenn der aktuelle Trend nicht umgekehrt werden kann und Kunden und Gäste weiterhin die Innenstädte meiden. Gerade auch in München habe die Debatte um Galeria Karstadt-Kaufhof beispielhaft gezeigt, dass die Probleme zunähmen, so Aiwanger.

Viele Läden hätten bereits geschlossen oder stünden kurz davor. „Wenn wir jetzt weitere Eintrittshürden in den Städten aufbauen, wäre das ein schwerer Schlag für die Innenstädte und den Einzelhandel. Der Wunsch nach Verkehrsberuhigung ist vielfach nachvollziehbar, die Pläne müssen aber zu Ende gedacht sein, Schnellschüsse sind zu vermeiden.“

 

Bericht: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Bild: Symbolbild