Beim Versuch einer Streife der Bundespolizeiinspektion Waidhaus am Sonntagvormittag (27. August) einen Kleintransporter mit deutscher Zulassung zu kontrollieren, flüchtete der Fahrer unmittelbar bei der Kontrolle am Parkplatz Ulrichsberg Nord (A6) quer über die Autobahn. Auf der Ladefläche des Kleintransporters entdeckten die Zivilfahnder der Bundespolizei insgesamt 29 Personen ohne gültige Einreisedokumente für die Bundesrepublik Deutschland.

Der Fahrer ist derzeit auf der Flucht.

Der Verdacht liegt nahe, dass es sich bei der Aktion um eine Schleusung gehandelt hat. Die Bundespolizei, Landespolizei und der Zoll fahnden mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers derzeit auf Hochtouren nach der Person, die im Bereich zwischen Waidhaus, Vohenstrauß, Lohma und Moosbach vermutet wird.

Die Bundespolizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung.

Aktueller Fahndungshinweis der Bundespolizei Waidhaus für den Bereich Waidhaus, Vohenstrauß, Lohma und Moosbach:

Die gesuchte Person, der mutmaßliche Fahrer des Kleintransporters wurde vor 1,5 Stunden zuletzt im Bereich Parkplatz Ulrichsberg Süd an der A 6 gesehen.

Die Person ist osteuropäischen Aussehens, trägt kurze schwarze Haare, ist nur mit einem T-Shirt bekleidet und ist von mittelgroßer, schlanker Erscheinung. Er ist zudem am Arm und teilweise im Gesichtsbereich tätowiert.

Die Bundespolizei weist darauf hin, keine Anhalter im Bereich Waidhaus, Vohenstrauß, Lohma und Moosbach mitzunehmen.

Zeugen, die Hinweise zu den gesuchten Personen geben können, werden gebeten, sich unter 09652 – 8206 – 0 (Bundespolizeiinspektion Waidhaus) oder dem Polizeinotruf 110 zu melden.

Bundespolizei Waidhaus nimmt flüchtigen Schleuserfahrer nach Großschleusung mit 29 Personen fest

Waidhaus – Die Kontrolle einer Streife der Bundespolizeiinspektion Waidhaus am Sonntagvormittag (27. August) endete in einer Großfahndung nach einem mutmaßlichen Schleuser. Der Fahrer versuchte 29 Personen auf der Ladefläche seines Transporters nach Deutschland einzuschleusen und flüchtete noch bei der Kontrolle. Er wurde nur zwei Stunden später in dem fünf Kilometer entfernten Ödhof (bei Waidhaus) festgenommen

Die Fahrzeugkontrolle des Streifenteams der Bundespolizeiinspektion Waidhaus lief diese Mal nicht routinemäßig ab. In einem am Sonntagvormittag kontrolliertem Fahrzeug befanden sich neben dem Fahrer noch weitere 29 Personen auf der Ladefläche des Kastenwagens. Erforderliche Dokumente für die Einreise und den Aufenthalt nach Deutschland konnten die wahrscheinlich aus Syrien stammenden Männer im Alter von 6 bis 40 Jahren nicht vorweisen. Der Fahrer flüchtete unmittelbar nach dem Anhalten des Lieferwagens am Parkpplatz Ulrichbserg Nord waghalsigen über die Fahrbahn. Er lief bei mäßigem Regen, unter schlechter Sicht quer über die stark befahrene A6, um den Polizeibeamten zu entkommen. Die 29 Personen auf der Ladefläche wurden durch das Öffnen der Türen durch die Zivilfahnder sofort mit Luft versorgt und in Gewahrsam genommen.

Nach dem flüchtigen Fahrer wurden unter Einbeziehung eines Polizeihubschraubers der Bayerischen Polizei sofortige Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Diese führten nur zwei Stunden später zur Festnahme des mutmaßlichen Schleusers in dem vom Autobahnparkplatz fünf Kilometer entfernten Ödhof, bei Waidhaus. Die Bundespolizei Waidhaus ermittelt nun gegen einen 30-jährigen Türken wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern und gegen die 29 Personen auf der Ladefläche wegen unerlaubter Einreise in das Bundesgebiet.

Bericht der Bundespolizei Waidhaus