Ein Pkw-Fahrer entzieht sich in Neutraubling einer Polizeikontrolle und fährt als Geisterfahrer auf die A3. Das Fahrzeug wird kurz darauf verlassen im Bankett gefunden – der Fahrer bleibt flüchtig.
Flucht vor Polizeikontrolle in Neutraubling
Am Abend des 15. Mai 2026, gegen 23:30 Uhr, wollten zwei Streifenbeamte der Polizeiinspektion Neutraubling einen Opel mit deutschem Kennzeichen in der Walhallastraße, Höhe Rainstallweg, einer Routinekontrolle unterziehen.
Noch bevor die Beamten das stehende Fahrzeug erreichten, gab der Fahrer Gas und flüchtete. Dabei fuhr er über mehrere Fahrstreifen in Richtung der Anschlussstelle Neutraubling, missachtete eine rote Ampel und fuhr schließlich in falscher Fahrtrichtung auf die Autobahn A3 in Richtung Passau auf.
Sperrung der A3 zum Schutz anderer Verkehrsteilnehmer
Um einen schweren Unfall mit dem Geisterfahrer zu verhindern, drosselte eine Streife der Polizeiinspektion Regensburg Süd den Fahrzeugverkehr auf der A3 unmittelbar ab der Anschlussstelle Regensburg-Burgweinting. Gleichzeitig nahmen Beamte der Polizeiinspektion Neutraubling und der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg die Fahndung nach dem flüchtigen Fahrer auf.
Nur wenige Minuten später entdeckte eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg den Opel – verlassen im Bankett der A3, etwa einen Kilometer von der Anschlussstelle Neutraubling entfernt, kurz hinter der Überführung Eisackerbrücke. Warum das Fahrzeug von der Fahrbahn abkam, ist bislang nicht bekannt.
Kleidungsstücke am Fundort – Fahrer auf der Flucht
Im Umfeld des zurückgelassenen Fahrzeugs wurden mehrere Kleidungsstücke aufgefunden. Die Polizei geht davon aus, dass sich der Fahrer während seiner Flucht zumindest teilweise seiner Bekleidung entledigt hatte, möglicherweise um eine Wiedererkennung zu erschweren.
Trotz eines umfangreichen Fahndungseinsatzes mit Streifenbeamten der Polizeiinspektionen Neutraubling und Regensburg Süd, der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg, der Zentralen Einsatzdienste sowie der Hubschrauberstaffel konnte der Fahrer nicht gestellt werden.
Stau und Ermittlungsverfahren nach Sperrung
Zur Bergung des Opel wurde die A3 in Fahrtrichtung Passau für 20 Minuten vollständig gesperrt. Es bildete sich ein Rückstau bis zur Anschlussstelle Regensburg-Ost. Der Standstreifen blieb nach Aufhebung der Vollsperrung weitere zwei Stunden für den Verkehr gesperrt. Die Verkehrspolizeiinspektion Regensburg hat gegen den unbekannten Fahrzeugführer ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet. Zeugen, die den Opel in Neutraubling oder auf der A3 wahrgenommen haben oder durch die Fahrweise gefährdet wurden, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0941/506-2921 zu melden.