Nach dem Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Regensburg-Schwabelweis ist der Blindgänger am Feiertag erfolgreich entschärft worden. Mehr als 150 Einsatzkräfte waren bei der großangelegten Evakuierungs- und Sicherheitsmaßnahme im Einsatz.
Bombe bei Bauarbeiten entdeckt
Die 250-Pfund-Bombe war am Mittwoch bei Bauarbeiten auf einem Grundstück in der Sittauerstraße im Regensburger Stadtteil Schwabelweis gefunden worden.
Bereits am Mittwochabend sowie in der Nacht zum Donnerstag trafen Feuerwehr, Polizei und weitere Behörden umfangreiche Vorbereitungen für die Entschärfung. Die Verantwortlichen entschieden gemeinsam, die Maßnahme am Feiertag durchzuführen.
Rund 430 Menschen betroffen
Ab Donnerstagmorgen um 08:30 Uhr begann die Evakuierung im festgelegten Sicherheitsradius von 250 Metern rund um die Fundstelle.
Etwa 430 Anwohnerinnen und Anwohner waren von den Maßnahmen betroffen. Für sie wurde in der Donauarena eine Sammelstelle mit Busshuttle eingerichtet.
Feuerwehreinheiten aus Graß, Schwabelweis und Weichs kontrollierten unter Leitung von Stadtbrandrat Markus Weinbeck den Evakuierungsbereich.
Entschärfung dauerte rund zwei Stunden
Mithilfe einer Drohne wurde das Gebiet abschließend überprüft. Gegen 11:30 Uhr begann schließlich die eigentliche Entschärfung der Bombe.
Der Kampfmittelräumer konnte gegen 13:15 Uhr Entwarnung geben. Anschließend wurde die Bombe abtransportiert und die Absperrungen aufgehoben.
Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst
An dem Einsatz waren insgesamt mehr als 150 Kräfte beteiligt, darunter 52 Feuerwehrleute, 31 Polizeibeamte sowie rund 50 Einsatzkräfte des Rettungs- und Sanitätsdienstes.
Unterstützung kam zudem von mehreren Unternehmen und Organisationen aus Regensburg, die bei Transport, Versorgung und Infrastruktur halfen.
Die Einsatzleitung lag bei den Feuerwehr-Inspektionsdiensten Thomas Männer und Christoph Tresch.