Bundespolizei stoppt Niederländer mit verbotenen Gegenständen auf der B299. Kriminalpolizei Weiden übernimmt – Festnahme nach Neubewertung aufgehoben.
Kontrolle auf der B299 bringt Fund zutage
Am 22. Juni 2026 gegen 18:30 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte der Bundespolizei auf der Bundesstraße 299 bei Waldsassen einen in den Niederlanden zugelassenen Personenkraftwagen. Im Fahrzeug saßen zwei niederländische Staatsangehörige im Alter von 59 und 35 Jahren. Die anschließende Durchsuchung des Pkw förderte mehrere verbotene Gegenstände im Sinne des Waffengesetzes zutage, darunter eine mutmaßlich funktionsfähige Maschinenpistole. Eine Besitz- oder Erwerbserlaubnis für die Waffe konnten die Tatverdächtigen nicht vorweisen. Darüber hinaus führten sie eine große Menge verbotener pyrotechnischer Gegenstände mit sich, die sie offenbar in das Bundesgebiet einführten.
Vorläufige Festnahme beider Männer
Aufgrund des Funds wurden beide Männer noch am Kontrollabend vorläufig festgenommen. Die Kriminalpolizeiinspektion Weiden i.d.OPf. übernahm umgehend die weiteren Ermittlungen wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Waffen- und Sprengstoffrecht.
Maschinenpistole zunächst als Dekorationswaffe eingestuft
Am Folgetag ergaben die Ermittlungen, dass die sichergestellte Maschinenpistole vorläufig als sogenannte Dekorationswaffe eingestuft werden konnte. Eine abschließende Klassifizierung steht allerdings noch aus: Die kriminaltechnische Untersuchung muss die endgültige Bewertung des Gegenstands erbringen. Da der Tatbestand des Verbrechens damit zunächst entfiel, hob die Staatsanwaltschaft Weiden i.d.OPf. die Festnahme beider Tatverdächtiger auf.
Ermittlungen wegen weiterer Straftaten dauern an
Trotz der Aufhebung der Festnahme wird gegen die beiden Männer weiterhin ermittelt. Die übrigen sichergestellten verbotenen Gegenstände sowie die eingeführte Pyrotechnik bilden weiterhin Gegenstand laufender Verfahren. Die Kriminalpolizeiinspektion Weiden i.d.OPf. führt die Ermittlungen in allen Punkten fort.