Eine 17-jährige Zugreisende ist in einem ICE in Regensburg mit einem Messer bedroht worden. Die junge Frau konnte den Angreifer abwehren, der Tatverdächtige wurde später festgenommen.
Angriff im ICE auf dem Weg nach München
Der Vorfall ereignete sich am Montagabend, 11. Mai 2026, gegen 20:45 Uhr in einem ICE auf der Strecke von Wien nach München.
Nach Angaben der Kriminalpolizei Regensburg wechselte ein 44-jähriger slowakischer Fahrgast während des Halts in Regensburg das Zugabteil und ging anschließend auf eine 17-jährige russische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Österreich zu. Der Mann bedrohte die Jugendliche mit einem Messer und forderte Geld.
Jugendliche wehrt sich erfolgreich
Die 17-Jährige setzte sich nach Polizeiangaben mit Fußtritten zur Wehr. Daraufhin flüchtete der Angreifer aus dem Zug.
Die junge Frau informierte sofort einen Zugbegleiter, der umgehend den Notruf verständigte.
Tatverdächtiger am Hauptbahnhof festgenommen
Anhand der Personenbeschreibung konnten Einsatzkräfte der Bundespolizei den mutmaßlichen Täter kurze Zeit später im Bereich des Regensburger Hauptbahnhofs vorläufig festnehmen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg wurde der 44-Jährige einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl. Der Mann wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Kriminalpolizei sucht Zeugen
Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen übernommen und bittet mögliche Zeugen um Hinweise.
Gesucht werden Personen, die am Montagabend gegen 20:45 Uhr im Bereich des ICE 20 oder am Regensburger Hauptbahnhof verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Regensburg unter der Telefonnummer 0941/506-2888 entgegen.