Mehrere Polizeieinsätze beschäftigten die Bundespolizei am Regensburger Hauptbahnhof. Innerhalb von zwei Tagen kam es zu Körperverletzungen, Diebstählen und einem Drogendelikt.

Angriff nach Streit um Handy
Regensburg. Am Freitag, 12. Dezember 2025, kam es gegen 14.30 Uhr in der Bahnhofshalle des Regensburger Hauptbahnhofs zu einem Körperverletzungsdelikt. Ein 32-jähriger polnischer Staatsangehöriger bat einen Reisenden darum, dessen Mobiltelefon benutzen zu dürfen. Als dieser ablehnte, schlug der Mann auf ihn ein, beleidigte ihn lautstark und verließ anschließend das Gebäude.
Eine alarmierte Streife der Bundespolizei konnte den Tatverdächtigen kurze Zeit später am Infoschalter der Deutschen Bahn antreffen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,47 Milligramm Alkohol pro Liter Atemluft. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung ein. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde der Mann entlassen.
Jugendlicher mit Haschisch erwischt
Am selben Abend gegen 22.30 Uhr kontrollierten Bundespolizisten einen 15-jährigen irakischen Staatsangehörigen im Bereich eines Schnellrestaurants im Hauptbahnhof. Der Jugendliche hielt zunächst einen Joint in der Hand, legte diesen jedoch beim Erblicken der Beamten weg. Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten einen Glasbehälter mit 0,62 Gramm Haschisch.
Der Jugendliche gab mehrfach an, die Droge nicht selbst konsumieren, sondern weiterverkaufen zu wollen. Die Bundespolizei beschlagnahmte das Betäubungsmittel, verständigte die Jugendschutzstelle und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz ein. Anschließend wurde der Jugendliche dem Kreisjugendamt übergeben.
Notorischer Dieb mehrfach aktiv
Am Samstagvormittag informierte ein Ladendetektiv eines Geschäfts im Hauptbahnhof die Bundespolizei über einen Diebstahl. Bei einem 25-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen fanden die Beamten gestohlene Waren im Wert von 32,50 Euro. Zudem führte der Mann weiteres Diebesgut aus anderen Taten mit sich. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er entlassen. Am Abend gegen 21.00 Uhr fiel derselbe Mann erneut auf, als er in einer Systemgastronomie einen weiteren Diebstahl versuchte. Auch diesmal nahmen ihn Bundespolizisten vorübergehend fest. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde er erneut auf freien Fuß gesetzt.
Bundespolizei – Schlägerei am Bahnsteig
Ebenfalls am Samstagabend gegen 19.45 Uhr kam es am Treppenabgang zu einem Bahnsteig zu einer handfesten Auseinandersetzung. Ein 38-jähriger tschechischer Staatsangehöriger trat einer Frau auf das Gesäß. In der Folge entwickelte sich eine verbale Auseinandersetzung mit weiteren Personen. Der Mann schubste einen 18-jährigen Spanier, es kam zu Rangeleien.
Schließlich rammte der Tscheche seinen Kopf gegen den des 18-Jährigen, woraufhin dieser mit der Faust ins Gesicht schlug und den Angreifer zu Boden stieß. Eine in der Nähe befindliche Streife der Bundespolizei griff ein und trennte die Beteiligten. Gegen alle Beteiligten wurden Ermittlungen wegen Körperverletzung eingeleitet. Nach Abschluss der Maßnahmen wurden sie entlassen.
