Bei einem Bahnbetriebsunfall auf der Bahnstrecke Neukirchen–Weiden sind in der Nacht auf Freitag fünf Menschen leicht verletzt worden. Zwei Baustellenzüge kollidierten auf einem gesperrten Gleisabschnitt bei Rothenstadt und Maierhof.
Unfall in Baustellenbereich
Der Unfall ereignete sich kurz nach Mitternacht an einem Bahnübergang zwischen Rothenstadt und Maierhof.
Nach ersten Erkenntnissen stand ein Baustellenzug auf dem gesperrten Gleis. Arbeiter waren dort damit beschäftigt, Holz von einem Flachwagen abzuladen. Dabei kam auch ein Bagger zum Einsatz. Während der Arbeiten befanden sich mehrere Personen auf und neben dem Flachwagen.
Zweiter Zug fährt auf
Zeitgleich näherte sich ein weiterer Baustellenzug aus Richtung Norden. In einer unübersichtlichen Linkskurve fuhr dieser auf den stehenden Zug auf. Die Kollision ereignete sich im Bereich der Zug- und Stoßeinrichtungen.
Der Lokführer des fahrenden Zuges gab an, den stehenden Baustellenzug wegen dichten Nebels und eines unbeleuchteten Zugendes zu spät erkannt zu haben. Für den Baustellenbereich galt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 Stundenkilometern.
Fünf Menschen leicht verletzt
Durch den Aufprall stürzten zwei Arbeiter vom Flachwagen und wurden leicht verletzt.
Auch beide Lokführer sowie der Baggerfahrer erlitten leichte Verletzungen. Alle fünf Betroffenen wurden zur weiteren medizinischen Versorgung in das Klinikum Weiden gebracht.
Bundespolizei ermittelt
Die Bundespolizeiinspektion Weiden hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang übernommen. Neben der Bundespolizei waren auch Kräfte der Landespolizei Bayern, die Freiwilligen Feuerwehren Rothenstadt und Mallersricht sowie der Rettungsdienst im Einsatz.
Da die Bahnstrecke wegen Bauarbeiten bereits gesperrt war, kam es zu keinen Einschränkungen im Personenverkehr. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.