Am Donnerstagmorgen (17. August) hat die Bundespolizei am Grenzübergang Hörbranz (BAB 96) in einem Fernreisebus fünf syrische Migranten ohne gültige Reisedokumente festgestellt. Neben dem Familienvater wird auch der Busfahrer der Schleusung beschuldigt. Er soll für die unerlaubte Mitnahme der Migranten Geld erhalten haben.

Lindauer Bundespolizisten stellten bei der Kontrolle fünf syrische Fernbusinsassen fest, die nicht über die notwendigen Reisedokumente verfügten. Die Migranten waren lediglich im Besitz bulgarischer Flüchtlingspässe Bei den Syrern handelte es sich um einen 32-jährigen Familienvater, seine 22-jährige Frau sowie den zweijährigen Sohn. Außerdem reisten die Schwester und die Mutter des Mannes mit. Onlinetickets konnte der Familienvater, der Organisator der Reise, jedoch nicht vorzeigen.

Angeblich war die Familie zuvor von Athen nach Mailand geflogen, um dann für einen fünftägigen Besuch nach Frankfurt am Main weiterzureisen. Am Mailänder Busbahnhof hatte der 32-Jährige für die Busfahrt angeblich 700 Euro an einen Unbekannten gezahlt. Dieser Mann hatte sich daraufhin für die Mitnahme der Familie an den Busfahrer gewandt und ihm hierfür 100 Euro gezahlt. Ersten Ermittlungen zufolge hatte der Fahrer die Familie zusteigen lassen, obwohl diese gar nicht über die Tickets verfügten.

Die Bundespolizisten zeigten die strafmündigen Migranten wegen versuchter unerlaubter Einreise an. Der Familienvater erhielt außerdem eine Anzeige wegen versuchten Einschleusens von Ausländern. Die Beamten wiesen die syrische Familie am Donnerstagabend nach Österreich zurück. Auch der 44-jährige Busfahrer muss sich nun wegen versuchten Einschleusens von Ausländern verantworten. Der Rumäne musste auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kempten eine Sicherheitsleistung in Höhe von 300 Euro hinterlegen und konnte anschließend wieder entlassen werden.

Bericht: Bundespolizei