Bundespolizei

Festnahme – Polizisten bedroht und beleidigt

Am Mittwochmittag (3. Juli) gegen 12:30 Uhr wurde ein 25-jähriger Deutscher durch Beamte der Bundespolizeiinspektion München am Hauptbahnhof München einer Personenkontrolle unterzogen. Nach Abschluss dieser Maßnahme zeigte der Mann den eingesetzten Beamten beim Weggehen den Mittelfinger und bedrohte und beleidigte sie verbal auf das Massivste.

Der Mann, der keinen festen Wohnsitz hat, verhielt sich in der Folge gegenüber den Beamten völlig unkooperativ und äußerst aggressiv. Aufgrund seines Verhaltens wurde er von den Beamten mit Handfesseln fixiert. Während der Fesselung leistete er erheblichen Widerstand, indem er sich sperrte und unkontrolliert mit den Armen um sich schlug. Nur durch Anwendung unmittelbaren Zwangs in Form einfacher körperlicher Gewalt konnte der Mann zur Dienststelle gebracht werden, wo weitere strafprozessuale Maßnahmen gegen ihn eingeleitet wurden.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wurde eine Vorführung beim Ermittlungsrichter für den 4. Juli 2024 angeordnet. Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde der Mann an die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München übergeben. Der Festgenommene stand nicht unter Alkoholeinfluss. Er ist in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen verschiedener Delikte polizeilich in Erscheinung getreten.

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Symbolbild Festnahme

Bundesweit agierender Taschendieb festgenommen

Mit der Festnahme eines 46-jährigen Franzosen am Dienstagabend (2. Juli) in Leipzig, der in Verdacht steht am 29. April 2024 im Hauptbahnhof München und in einem Münchner Hotel zwei Diebstähle begangen zu haben, gelang es einen international agierenden Taschendieb festzunehmen. Das Amtsgericht München erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I am Mittwoch (3. Juli) einen Untersuchungshaftbefehl wegen schweren Bandendiebstahls in zwei Fällen. Damit ist die die Europameisterschaft für den 46-Jährigen vorzeitig beendet.

Am 29. April wurde einem 30-jährigen amerikanischen Staatsangehörigen im Hauptbahnhof München ein Koffer mit professioneller Fotoausrüstung entwendet. Der Sachschaden belief sich auf rund 25.000 Euro. Zwar konnten durch Videoaufzeichnungen Bilder eines Tatverdächtigen gewonnen werden, von dem Tatverdächtigem fehlte jedoch jede Spur. Der leere Koffer wurde einen Tag später in der einer Hecke am S-Bahnhaltepunkt Hackerbrücke aufgefunden. Im zweiten Fall entwendete der Mann in einem Münchner Hotel ebenfalls Fotoausrüstung im Wert von ca. 3.800 Euro.

Am Dienstag (2. Juli 2024) wurde in Leipzig ein Mann von einer gemeinsamen, zivilen Streife von Bundes- und Landespolizei, im Beisein eines zur EM unterstützenden österreichischen Kollegen (aus dem EM-Kontingent der ausländischen Unterstützer der Bundespolizei), kontrolliert. Er hatte zuvor durch taschendiebstahlstypisches Verhalten im Hauptbahnhof auf sich aufmerksam gemacht. Eine Identitätsfeststellung war vor Ort nicht zweifelsfrei möglich, erfolgte deswegen auf der Dienststelle der Bundespolizei im Hauptbahnhof Leipzig. Bei den durchgeführten polizeilichen Maßnahmen kam es zu einer Kontaktaufnahme zum Single Point of Contact (SPoC) bezüglich Taschendiebstahls während der EM beim Polizeipräsidium München. Dabei kamen die Diebstähle vom 29. April ins Spiel, womit der Franzose in beiden Fällen als Tatverdächtiger ins Visier von Polizei und Behörden geriet.

Aufgrund vorhandener Bilder des Tattages konnte der in Leipzig festgenommene 46-jährige Franzose einwandfrei identifiziert werden. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete die vorläufige Festnahme des 46-Jährigen an und erwirkte einen Untersuchungshaftbefehl wegen schweren Bandendiebstahls in zwei Fällen, welcher dem Franzosen am Mittwoch (3. Juli) durch den Haftrichter des Amtsgerichtes Leipzig eröffnet wurde. Seitdem befindet sich der Mann in Untersuchungshaft.

Der Fahndungserfolg geht auf die sehr gute Zusammenarbeit der festnehmenden Polizeibehörden in Leipzig, der den Diebstahl sachbearbeitenden Bundespolizeiinspektion München sowie dem SPOC des Polizeipräsidiums München zurück. Dank dem schnellen und unkomplizierten Zusammenwirken der Staatsanwaltschaft München I und der Amtsgerichten München und Leipzig erging gegen den 46-Jährigen Untersuchungshaft.

Dank dem schnellen und unkomplizierten Zusammenwirken der Staatsanwaltschaft München I und der Amtsgerichten München und Leipzig erging gegen den 46-Jährigen Untersuchungshaft. Im Besitz des Tatverdächtigen befand sich ein Interrail-Ticket, das beinahe taggenau den Zeitraum der Fußball-EM umfasst. Weitere Ermittlungen ergaben, dass er für einen weiteren Diebstahl am 27. Juni in Frankfurt tatverdächtig ist. Hier wurde ein Rucksack mit zwei Laptops und einem iPhone (Sachschaden ca. 4.500 Euro) entwendet.

Am 26. Juni, vor dem Diebstahl in Frankfurt, fand die EM-Begegnung Slowenien – Rumänien statt. Bei seiner Festnahme in Leipzig trafen am 2. Juli Österreich und die Türkei aufeinander.