An einem Wochenende verzeichnete die Bundespolizei Waidhaus bei Grenzkontrollen an der Autobahn A6 signifikante Fahndungserfolge. Insgesamt fünf gesuchte Personen gingen den Beamten ins Netz, wovon vier die Reise nicht fortsetzen konnten.
Kontrollen am Freitag
Am vergangenen Wochenende, im Zeitraum vom 1. bis 4. Mai, führten Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus intensive Grenzkontrollen an der Autobahn A6 durch. Bereits kurz nach Mitternacht am Freitag geriet ein 26-jähriger rumänischer Staatsangehöriger in den Fokus der Ermittler. Die Überprüfung seiner Personalien ergab einen gültigen Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Traunstein. Ihm wird gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen vorgeworfen. Die Beamten nahmen den Mann fest und lieferten ihn umgehend in die Justizvollzugsanstalt Mühldorf am Inn ein.
Zahlung wendet Haft ab
Ebenfalls am Freitag kontrollierten die Einsatzkräfte einen 33-jährigen Rumänen, der als Passagier in einem Fernreisebus reiste. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Hamburg zur Strafvollstreckung vor. Das Amtsgericht Hamburg hatte den Mann im Oktober 2021 wegen Trunkenheit im Verkehr verurteilt. Die drohende Ersatzfreiheitsstrafe konnte in diesem Fall jedoch abgewendet werden. Seine Schwester beglich die geforderte Geldstrafe in Höhe von 1.300 Euro bei der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta. Nach Zahlung der Justizschulden gestatteten die Beamten dem Mann die Weiterreise.
Festnahmen am Sonntag und Montag
Die Serie der Fahndungserfolge setzte sich am Sonntag fort. Bei der Kontrolle eines 37-jährigen Slowaken stellten die Bundespolizisten fest, dass dieser von der Staatsanwaltschaft Mannheim gesucht wurde. Das Amtsgericht Mannheim hatte ihn im Oktober 2023 wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 450 Euro verurteilt. Da er den fälligen Betrag nicht aufbringen konnte, erfolgte die Einlieferung in die Justizvollzugsanstalt Weiden.
Am Montag folgte die Festnahme eines 47-jährigen Bulgaren, der in einem Fernreisebus auf der Strecke von Prag nach Bercy unterwegs war. Die Staatsanwaltschaft Kempten suchte ihn wegen Unterschlagung. Grundlage war ein Urteil des Amtsgerichts Kaufbeuren vom August 2024, welches eine Geldstrafe von 2.200 Euro vorsah. Auch er konnte die Summe nicht begleichen und wurde in die JVA Weiden verbracht.
Doppelte Fahndungserfolge
Zusätzlich überprüften die Beamten im genannten Zeitraum einen 49-jährigen tschechischen Staatsangehörigen, gegen den gleich zwei Fahndungsnotierungen der Staatsanwaltschaft Weiden vorlagen. Zum einen bestand ein Haftbefehl zur Strafvollstreckung wegen Nötigung, basierend auf einem Urteil des Amtsgerichts Weiden vom Mai 2024 über eine Geldstrafe von 2.600 Euro.
Wegen Zahlungsunfähigkeit lieferten ihn die Beamten ebenfalls in die Justizvollzugsanstalt Weiden ein. Zum anderen existierte eine Aufenthaltsermittlung zur Strafvollstreckung wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Hierzu hatte ihn das Amtsgericht Tirschenreuth im Februar 2025 zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt. Dieser Haftbefehl wurde ihm vor Ort eröffnet. Ihm verbleiben nun zwei Wochen, um die Justizschulden zu begleichen, andernfalls droht eine weitere Ersatzfreiheitsstrafe.
Info
Die Bundespolizei (BPOL) ist eine Polizei des Bundes in Deutschland. Sie nimmt umfangreiche sonderpolizeiliche Aufgaben wahr, darunter den Grenzschutz, bahnpolizeiliche Aufgaben und den Schutz von Bundesorganen.