in verheerendes Feuer hat in den frühen Morgenstunden das Feuerwehrgerätehaus in Iffelsdorf (Landkreis Schwandorf) weitgehend zerstört.
Vollbrand beim Eintreffen der Retter – Alarm gegen 4 Uhr
Die Alarmierung erfolgte gegen 4:00 Uhr am Donnerstagmorgen. Als die ersten Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren am Brandort im Stadtgebiet Pfreimd eintrafen, stand ein Gebäudeteil des Feuerwehrgerätehauses Iffelsdorf bereits in Vollbrand. Trotz der sofort eingeleiteten, massiven Löschmaßnahmen konnten die Kameraden nicht verhindern, dass das Feuer verheerende Schäden anrichtete. Das Gerätehaus ist derzeit nicht mehr benutzbar.
Hoher Sachschaden: Fahrzeuge, Boot und Ausrüstung verloren
Die Liste der Verluste ist lang und schmerzhaft für die Feuerwehr Iffelsdorf. Das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) sowie das Mehrzweckfahrzeug (MZF) der Wehr wurden vollständig zerstört. Auch ein Feuerwehrboot und die gesamte Ausrüstung, inklusive der persönlichen Schutzausrüstung der aktiven Feuerwehrdienstleistenden, wurden ein Opfer der Flammen. Dies bedeutet einen massiven Rückschlag für die Einsatzfähigkeit der örtlichen Feuerwehr.
Ein Funke Hoffnung: Vereinsfahne gerettet
Inmitten dieses schweren Unglücks gab es jedoch einen Moment, der den Einsatzkräften Hoffnung und Trost spendete. Der Vereinsfahne der Feuerwehr Iffelsdorf, ein wichtiges Symbol für Kameradschaft und Tradition, konnte rechtzeitig vor den Flammen aus dem brennenden Gebäude gerettet werden.
Rund 100 Einsatzkräfte vor Ort – Nachlöscharbeiten laufen
Derzeit befinden sich rund 100 Einsatzkräfte an der Brandstelle. Im Einsatz sind die Feuerwehren aus Pfreimd, Brudersdorf, Saltendorf und Neusath. Unterstützt werden sie vom Rettungsdienst und der Polizei Nabburg. Aufgrund der emotionalen Belastung für die Mitglieder der betroffenen Feuerwehr Iffelsdorf wurde zudem die Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E) hinzugezogen.
Die Nachlöscharbeiten sind zur Stunde noch im Gange. Die Einsatzleitung vor Ort hat Kreisbrandmeister Günther Ponnath übernommen. Auch Kreisbrandrat Christian Demleitner, Erste Polizeihauptkommissarin Sabine Roidl (Leiterin der Polizeiinspektion Nabburg), sowie der Erste Bürgermeister der Stadt Pfreimd, Florian Reger, gemeinsam mit seinen Stellvertretern Mirko Hägler und Norbert Auer, machten sich vor Ort ein Bild von der Lage.
Tief betroffene Stimmen aus Politik und Feuerwehrführung
Bürgermeister Florian Reger zeigte sich tief betroffen über das Ausmaß des Brandes: „Die Feuerwehr Iffelsdorf hat über Jahrzehnte hinweg jederzeit Hilfe für andere geleistet – heute braucht sie selbst unsere Unterstützung. Der Verlust des Gerätehauses und der Ausrüstung ist für die gesamte Stadt Pfreimd ein schwerer Schlag. Umso beeindruckender ist der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft, die wir heute erleben dürfen.“
Kreisbrandrat Christian Demleitner fand ebenfalls bewegende Worte: „Ein Feuerwehrhaus zu verlieren bedeutet weit mehr als den Verlust eines Gebäudes oder von Einsatzmitteln. Es trifft eine ganze Feuerwehrfamilie mitten ins Herz. Gerade in solchen Momenten zeigt sich jedoch die Stärke unserer Feuerwehren – wir stehen zusammen in einem solchen Fall.“
Auswirkungen und Brandursache
Zur Brandursache und zur genauen Höhe des entstandenen Schadens können aktuell noch keine Angaben gemacht werden. Die Kriminalpolizei wird im weiteren Verlauf eine Begehung der Brandstelle durchführen. Aufgrund der Löscharbeiten war die Bahnstrecke Regensburg–Weiden in beide Richtungen vorübergehend gesperrt, konnte jedoch gegen 8:30 Uhr wieder freigegeben werden.
Bis auf Weiteres wird der Brandschutz im Bereich Iffelsdorf durch die umliegenden Feuerwehren gewährleistet. Die Stadt Pfreimd, bekannt als Garnisonsstadt und wichtiger Verkehrsknotenpunkt (A93/A6), ist geprägt von starkem gesellschaftlichem Zusammenhalt und ehrenamtlichem Engagement. Die Kreisbrandinspektion Landkreis Schwandorf bedankt sich ausdrücklich bei allen eingesetzten Kräften für ihr schnelles und professionelles Handeln sowie bei der Bevölkerung für das Verständnis während des laufenden Einsatzes.