Nach einer groß angelegten Suchaktion bei Niedermurach sind alle 63 entlaufenen Jungrinder wieder eingefangen worden. Polizei, Feuerwehr, Jäger und Helfer waren dabei über mehrere Tage im Einsatz – unterstützt durch moderne Polizeidrohnen.
Tiere verschwanden in der Nacht
Die Jungrinder waren in der Nacht von Montag auf Dienstag bei Niedermurach entlaufen. Bereits in den frühen Morgenstunden des 05. Mai 2026 organisierte der betroffene Landwirt gemeinsam mit Familie, Freunden und Unterstützern erste Suchmaßnahmen.
Unter der Leitung der Polizeiinspektion Oberviechtach beteiligten sich auch örtliche Feuerwehren sowie Jäger an der großangelegten Aktion.
Drohnen unterstützen Suche
Besonders hilfreich waren dabei Drohnen der Verkehrspolizeiinspektion Amberg sowie der Grenzpolizeiinspektion Waidhaus. Die Technik ermöglichte es, die Tiere auch in schwer zugänglichen Waldgebieten gezielt aufzuspüren.
Am zweiten Tag galten noch fünf Tiere als vermisst, am dritten Tag nur noch zwei. Das letzte Jungrind wurde schließlich am 07. Mai 2026 gegen 13:30 Uhr in einem Waldgebiet bei Brücklinghof entdeckt und eingefangen.
Gefahr nahe der B22
Nach Angaben der Polizei hielten sich einige Tiere zeitweise in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße 22 auf. Dadurch bestand eine erhebliche Gefahr für den Straßenverkehr.
Durch den gezielten Einsatz der Drohnen konnten die Standorte der Tiere schnell lokalisiert und gefährliche Situationen verhindert werden.
Polizei lobt Zusammenarbeit
Polizeihauptkommissar Sebastian Götz, Leiter der Polizeiinspektion Oberviechtach, lobte das Zusammenspiel aller Beteiligten. Der Einsatz habe gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen und der Einsatz moderner Technik bei solchen Lagen sei.
Nach drei Tagen konnten schließlich alle 63 Tiere unversehrt zurückgebracht werden.