Rabiate Schwarzfahrerin schlägt Zugbegleiterin und beißt Polizeibeamten

Nürnberg (ots).  Eine Zugbegleiterin des ICE-726 von München nach Nürnberg stellte bei der Fahrkartenkontrolle im Zug eine 45-jährige Österreicherin ohne Fahrkarte fest. Die Ertappte war nicht bereit, das erhöhte Beförderungsentgelt in Höhe von 113,60 Euro zu bezahlen. Weiterhin verweigerte sie der Schaffnerin gegenüber die Herausgabe ihrer Personalien.

Die Österreicherin mit nigerianischen Wurzeln schaltete auf stur und sprach fortan nur noch Englisch mit der Bahnmitarbeiterin. Nachdem diese sich aber dadurch nicht abwimmeln ließ, schubste und schlug die Frau schließlich die Schaffnerin. Daraufhin verständigte diese die Bundespolizeiinspektion in Nürnberg und forderte eine Streife zur Anzeigenerstattung bei der Ankunft des Zuges im Nürnberger Hauptbahnhof an.

Auch den Beamten der Bundespolizei gegenüber behielt die Schwarzfahrerin ihre Verweigerungshaltung bei, so dass die Beamten die Frau zwecks Personalienfeststellung mit zur Bundespolizeiinspektion nahmen. Als die Frau von zwei Beamtinnen nach Identitätspapieren und gefährlichen Gegenständen durchsucht werden sollte, rastete sie erst richtig aus. Sie wehrte sich nach Leibeskräften gegen die Maßnahme, schlug um sich und brüllte laut. Erst durch den Einsatz von fünf Beamten konnte die Randalierende am Boden festgehalten und gefesselt werden. Dabei biss sie einem Beamten kräftig in die behandschuhte Hand.

Bei der anschließenden Durchsuchung konnte schließlich der österreichische Pass der Frau aufgefunden werden. Die Frau ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich ohne festen Wohnsitz. Eine in solchen Fällen drohende Vorführung beim Ermittlungsrichter konnte sie nur dadurch abwenden, dass sie einen Zustellungsbevollmächtigten für die Gerichtspost benannte. Die angegriffene Zugbegleiterin und die Polizeibeamten blieben unverletzt und konnten den Dienst fortsetzen.

Die Bundespolizei ermittelt nun gegen die Reisende wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Erschleichens von Leistungen.

 

Bericht der Bundespolizeiinspektion Nürnberg

Bild: Symbolbild