Runder Tisch mit Anrainerkommunen der oberpfälzischen Truppenübungsplätze

Amberg.   Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich bei einem Runden Tisch im Amberger Landratsamt mit den Anrainerkommunen der Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels ausgetauscht. Dabei wurden die zur Einrichtung eines gemeinsamen Regionalmanagements nötigen Schritte und erste perspektivische Projektideen diskutiert. Auch der angekündigte Abzug der US-Truppen war Gegenstand des Gesprächs.

Aiwanger: „Durch den im Raum stehenden Abzug der US-Truppen hat sich die Situation für die gesamte Region verändert, da alle Kommunen die gravierenden wirtschaftlichen und strukturellen Folgen zu spüren bekämen. Unser aller Ziel muss es daher sein, die Kräfte übergreifend zu bündeln, gemeinsam Zukunftsperspektiven zu erarbeiten und die richtigen Weichen für eine nachhaltige Standortentwicklung zu stellen. Ich bin überzeugt, dass es uns im Schulterschluss zwischen Staatsregierung und den Kommunen vor Ort gelingen kann, die Wirtschaftsstruktur der Region auf ein breiteres Fundament zu stellen und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Ganz unabhängig davon, ob der Truppenabzug tatsächlich umgesetzt wird oder nicht.“ Gleichzeitig gehe es aber auch darum, eine greifbare Unterstützung für die Truppenübungsplatzanrainer, die bisher keine Entschädigung vom Bund erhalten haben, auf den Weg zu bringen. Dazu hatte sich Wirtschaftsminister Aiwanger bereits Anfang des Jahres mit den Bürgermeistern der betroffenen Städte und Gemeinden getroffen.

„Unser Regionalmanagement ist ein schlagkräftiges und unbürokratisches Instrument der Landesentwicklung. Damit können wir zum ersten Mal seit Jahrzehnten den Anrainerkommunen ganz konkrete und schnell umsetzbare Unterstützung mit einer Förderquote von bis zu 90 Prozent anbieten. Ich begrüße daher die im heutigen Gespräch von den Anrainerkommunen signalisierte Bereitschaft, die Einrichtung eines gemeinsamen Regionalmanagements weiter zu verfolgen und danke den beteiligten Bürgermeistern für ihr Engagement.“ Die anwesenden Bürgermeister zeigten sich auch einem größeren Zusammenschluss mit den Standortgemeinden der Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels gegenüber offen. Die weiteren Schritte werden nun mit dem Wirtschaftsministerium abgestimmt.

An dem Gespräch mit Wirtschaftsminister Aiwanger in Amberg nahmen neben dem stellvertretenden Landrat des Landkreises Amberg-Sulzbach Stefan Braun die Bürgermeister der elf Gemeinden Auerbach, Edelsfeld, Freihung, Hohenburg, Kastl, Königstein, Schmidmühlen, Kirchenthumbach, Weiherhammer, Burglengenfeld und Kallmünz teil, die sich im „Aktionsbündnis für mehr Wertschätzung der Truppenübungsplatzanrainer“ zusammengeschlossen haben.
Mit dem Regionalmanagement fördert das bayerische Wirtschaftsministerium Projekte in den Zukunftsthemen Demografischer Wandel, Wettbewerbsfähigkeit, Siedlungsentwicklung, Regionale Identität und Klimawandel. Zusätzlich stehen Sonderförderungen für Projekte zum Flächensparen und zur Bewältigung von tiefgreifenden Transformationsprozessen zur Verfügung. Die Projekte werden von den Akteuren und Institutionen vor Ort nach den individuellen Erfordernissen der Region entwickelt und anschließend umgesetzt.

 

Bericht: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie