Ein folgenschwerer Verkehrsunfall ereignete sich heute auf der Staatsstraße zwischen Pressath und der Abfahrt Trabitz. Gegen 12.05 Uhr befuhr ein 51-jähriger aus dem Landkreis Tirschenreuth mit seinem Audi A3 den übersichtlichen Straßenabschnitt von Pressath kommend in Richtung Kemnath. Zwischen der Abfahrt B299 bei Pressath und der Abzweigung nach Trabitz setzte der Pkw-Fahrer nach den Aussagen von einem Zeugen zum Überholen an. Kurz darauf kollidierte dieser mit zwei entgegenkommenden Zweiradfahrern.

Der erste Kradfahrer, ein 35-Jähriger aus dem westlichen Landkreis Neustadt/WN, prallte in die Front des Audi. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Nach der Erstversorgung an der Unfallstelle durch einen Notarzt verbrachte ihn der Rettungshubschrauber ins Klinikum Weiden. Es besteht Lebensgefahr.

Ein unmittelbar darauffolgender Fahrer eines neuwertigen Kleinkraftrades konnte offensichtlich ebenfalls nicht mehr ausweichen und prallte seitlich in den Audi. Nach Auskunft der Ersthelfer kam für den 63-Jährigen aus Regensburg jede Hilfe zu spät. Er verstarb an der Unfallstelle.

Der Audi drehte nach den beiden Kollisionen nach links von der Fahrbahn ab und kam seitlich liegend in einem Graben zum Stehen. Dessen Fahrer wurde mit mittelschweren Verletzungen mit einem weiteren Rettungshubschrauber nach Regensburg geflogen.

Die Polizeiinspektion Eschenbach verständigte aufgrund der Schwere des Unfalls den diensthabenden Jour Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Weiden. Dieser ordnete die Hinzuziehung eines Gutachters zur Klärung des Unfallhergangs an. Zudem wurden die beteiligten Fahrzeuge zwecks weiterer Begutachtung sichergestellt. Außerdem erfolgten bei den Unfallbeteiligten jeweils eine Blutentnahme.

Der beauftragte Gutachter nahm kurz nach der Verständigung noch an der Unfallstelle seine Arbeit auf. Um einen Überblick von der Unfallstelle zu erlangen fertigte die Besatzung eines Polizeihubschraubers Übersichtsaufnahmen von der Unfallstelle. Die Staatsstraße wurde während der Unfallaufnahme und den erforderlichen Nacharbeiten komplett gesperrt. Der Verkehr seitens der Feuerwehren umgeleitet. Die Sperrung erfolgte bis gegen 17.15 Uhr.

An Rettungskräften waren vor Ort. Die Feuerwehren aus Zessau (Einsatzleitung), Pressath und Zintlhammer. Neben den bereits erwähnten beiden Rettungshubschraubern aus Weiden und Regensburg, mit jeweils einem Notarzt an Bord, kümmerten sich zwei weitere Notärzte um die Erstversorgung der Unfallbeteiligten. Zudem waren vier Rettungswägen und der Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort. Auch Kräfte der psychosozialen Notfallversorgung eilten zur Unfallstelle. Sie kümmerten sich um die Zeugen und unterstützten die Polizei bei der Verständigung der Angehörigen. Auch ein Seelsorger kam für den Verstorbenen zur Unfallstelle.

Die Unfallaufnahme obliegt der Polizeiinspektion Eschenbach. Die Straßenmeisterei reinigte die Fahrbahn, bevor der Verkehr wieder freigegeben wurde. Ein Abschleppdienst transportierte die drei beteiligten und total beschädigten Fahrzeuge ab. Diese wurden sichergestellt und verwahrt. Der geschätzte Gesamtschaden beziffert sich auf etwa 20.000 Euro.

Die Polizei Eschenbach bittet um weitere Hinweise durch Zeugen. Wer Angaben zu dem Unfallhergang oder andere Erkenntnisse mitteilen kann, möchte sich umgehend unter der Tel-Nr. 09645/92040 melden.

Ergänzend darf noch erwähnt werden, dass sich etwa eine Stunde später, ebenfalls auf der S2665 ein weiterer Unfall mit tödlichem Ausgang ereignet hat. Auch hier verlor ein Kradfahrer sein Leben. Der Unfall ereignete sich bei Kastl, im Bereich der Polizeiinspektion Kemnath.

Bericht der Polizei Eschenbach