Die Bundespolizei hat bei einer Kontrolle an der A6 bei Waidhaus einen gesuchten Mann festgenommen. Gegen den 38-Jährigen bestanden ein Einreiseverbot sowie ein offener Haftbefehl.
Kontrolle im Fernbus auf der A6
Am Montag, 11. Mai 2026, kontrollierten Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus einen internationalen Linienbus auf der Strecke von Prag nach Paris.
Dabei überprüften die Einsatzkräfte einen 38-jährigen georgischen Staatsbürger, der als Insasse des Busses nach Deutschland einreisen wollte. Bei der Fahndungsabfrage stellten die Beamten mehrere Treffer fest.
Einreiseverbot bereits seit 2024
Nach Angaben der Bundespolizei bestand gegen den Mann bereits seit dem Jahr 2024 ein Einreise- und Aufenthaltsverbot für Deutschland. Die Ausländerbehörde der Stadt Frankfurt am Main hatte die Ausweisung unter anderem wegen illegaler Erwerbstätigkeit verfügt.
Trotz des bestehenden Verbots versuchte der Mann erneut nach Deutschland einzureisen.
Haftbefehl wegen offener Geldstrafe
Zusätzlich lag gegen den 38-Jährigen ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main vor. Das Amtsgericht Frankfurt am Main hatte ihn im August 2025 wegen eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz zu einer Geldstrafe von 2.500 Euro verurteilt.
Da die Geldstrafe bislang nicht bezahlt wurde und der Aufenthaltsort des Mannes unbekannt war, wurde Haftbefehl erlassen.
Die Bundespolizei vollstreckte den Haftbefehl und lieferte den Mann in die Justizvollzugsanstalt Weiden ein. Dort wird er zunächst eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen.
Ermittlungen und Zurückweisung geplant
Die Bundespolizei leitete zudem ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen eines erneuten Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz ein und verweigerte dem Mann die Einreise nach Deutschland.
Nach Verbüßung der Haft ist eine direkte Zurückweisung nach Polen vorgesehen. Dort verfügt der Georgier nach Behördenangaben über ein Aufenthaltsrecht.