Drei Männer verlangten von einem 72-jährigen Rentner in Birgland 5.000 Euro für kleinere Streich- und Dachrinnenarbeiten. Der besonnene Senior alarmierte die Polizei – die Festnahme erfolgte beim zweiten Besuch der Täter.
Ungebetene Besucher in der Dorfstraße
Am 18. Mai 2026 erschienen drei rumänische Handwerker unangekündigt bei einem 72-jährigen Rentner in der Dorfstraße in Birgland und boten Ausbesserungsarbeiten an seinem Haus an. Beide Parteien einigten sich auf Streicharbeiten sowie den Austausch mehrerer Meter Dachrinne. Die Männer begannen daraufhin mit den vereinbarten Arbeiten.
5.000 Euro für geringfügige Arbeiten
Nach Abschluss der Tätigkeiten stellten die drei Männer eine Forderung von 5.000 Euro für die nach Einschätzung aller Beteiligten geringfügigen Arbeiten. Der Rentner zeigte sich über den überhöhten Preis verwundert und händigte ihnen lediglich 500 Euro aus. Die Handwerker akzeptierten den Teilbetrag und kündigten an, den ausstehenden Rest am nächsten Tag abzuholen.
Der 72-Jährige handelte genau richtig: Er verständigte umgehend die örtliche Polizei und informierte diese über die angekündigte Rückkehr der Männer. Wer sich über Haustürgeschäfte und dubiose Handwerkerangebote informieren möchte, findet bei der Polizeilichen Kriminalprävention umfangreiche Hinweise.
Polizei schnappt Trio beim zweiten Besuch
Tatsächlich erschienen die drei Männer am Folgetag erneut am Wohnhaus des Rentners. Die bereits alarmierte Polizei war vor Ort und nahm alle drei Tatverdächtigen vorläufig fest. Die Ermittlungen ergaben, dass das Trio bereits mehrfach im ostbayerischen Raum auf diese Weise aufgetreten war und es sich offenbar um eine eingespielte Vorgehensweise handelte.
Fahrzeug sichergestellt – Strafverfahren anhängig
Das Transportfahrzeug der Männer wurde ebenfalls sichergestellt, da es ohne gültige Zulassung und ohne Versicherungsschutz im Straßenverkehr eingesetzt worden war. Gegen den Anführer der Gruppe sind bereits mehrere Strafverfahren anhängig. Er musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von mehreren Hundert Euro entrichten und wurde nach Abschluss der Sachbearbeitung wieder entlassen.