Die Polizeiinspektionen Kemnath und Eschenbach kontrollierten an drei Tagen gezielt die Fahrtüchtigkeit von Fahrzeugführern. Das Ergebnis ist alarmierend: 20 Fahrer standen unter Drogeneinfluss – zwei davon wurden gleich zweimal erwischt.
Drei Kontrolltage in Kemnath und Grafenwöhr
Am 13., 18. und 19. Mai 2026 führten die Polizeiinspektionen Kemnath und Eschenbach i.d.OPf. gemeinsame Verkehrskontrollaktionen durch. Schwerpunkt der Einsätze war die Überprüfung der Fahrtüchtigkeit im Zusammenhang mit Drogenkonsum — insbesondere Cannabis. An allen drei Tagen waren mehrere Streifenbesatzungen beider Dienststellen im Einsatz.
Fünf Cannabissünder auf der B22 bei Kemnath
Die erste Kontrollaktion fand am 13. Mai 2026 auf der Bundesstraße 22 im Gemeindebereich Schönreuth der Stadt Kemnath statt. Fünf Fahrzeugführer mussten beanstandet werden, da sie offensichtlich unter dem Einfluss von Cannabis am Steuer fuhren. Zudem muss sich eine weitere Person wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten. Allen betroffenen Fahrern wurde die Weiterfahrt untersagt, entsprechende Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.
Drogen und Waffe in Wohnung gefunden
Die Kontrollen am 18. und 19. Mai 2026 fanden im Stadtgebiet Grafenwöhr statt. Am 18. Mai wurden neun Fahrzeugführer unter Drogeneinfluss festgestellt. Besonders auffällig: Bei einem 45-jährigen Fahrer, der unter Cannabiseinfluss am Steuer saß, führten die Ermittler anschließend eine Wohnungsdurchsuchung durch.
Dabei stellten sie geringe Mengen Amphetamin und Kokain sowie eine Softair-Pistole mit Laserzielvorrichtung sicher. Am Folgetag mussten sechs weitere Fahrzeugführer wegen Cannabiskonsums gestoppt werden — darunter zwei Personen, die bereits am Vortag beanstandet worden waren und trotzdem erneut berauscht am Steuer saßen.
Hohe Bußgelder – Polizei kündigt weitere Kontrollen an
Die rechtlichen Konsequenzen für Cannabiskonsum am Steuer sind empfindlich: Beim ersten Verstoß drohen ein Bußgeld von 500 Euro sowie ein einmonatiges Fahrverbot. Im Wiederholungsfall steigen die Sanktionen auf 1.000 Euro Bußgeld und drei Monate Fahrverbot. Die Polizei betont, dass solche Kontrollaktionen einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten und auch künftig konsequent fortgeführt werden.