Polizei Schwandorf. Mehrere aktuelle Einsätze der Polizei Schwandorf zeigen, wie vielfältig Betrugs- und Gefährdungslagen derzeit auftreten. Von Erpressungsmails bis zu Verkehrsstraftaten – das waren die Fälle.


Polizei Schwandorf Einsätze Wildunfall
Foto: J. Masching

Ein 57-jähriger Schwandorfer erhielt am Montagvormittag eine scheinbar kompromittierende E-Mail. Ein unbekannter Täter behauptete, intime Videos von ihm aufgenommen zu haben, während er auf pornografischen Internetseiten unterwegs gewesen sei. Um eine Veröffentlichung zu verhindern, sollte der Mann 888 US-Dollar per QR-Code zahlen.

Doch der angebliche Erpresser hatte nie existierendes Material in Aussicht gestellt. Der Schwandorfer reagierte richtig, ignorierte die Forderung und erstattete Anzeige wegen versuchter Erpressung. Die Polizei betont erneut: Solche Drohmails basieren auf reiner Behauptung – nicht zahlen, sondern melden.

Ein 65-jähriger Mann aus Schwandorf bestellte Mitte November online einen Dyson-Staubsauger und überwies rund 430 Euro auf eine spanische Bankverbindung. Als weder Lieferung noch Erreichbarkeit der Website erfolgten, wurde klar: Der Käufer war auf einen Fake-Shop hereingefallen. Die Polizei rät dringend zu Misstrauen bei Zahlungen an ausländische Konten und empfiehlt, nur geprüfte und seriöse Händler zu nutzen.

Unbekannte zerstörten auf bislang ungeklärte Weise eine Scheibe eines Gartenhauses auf dem Gelände des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums. Der Schaden liegt bei etwa 100 Euro. Hinweise nimmt die Polizei Schwandorf entgegen.

Zu einer weiteren Sachbeschädigung kam es auf einem Supermarktparkplatz: Ein 75-Jähriger entdeckte an seinem Suzuki eine frische Delle am vorderen rechten Kotflügel. Der Verursacher hatte sich unerlaubt entfernt. Rund 500 Euro Schaden bleiben am Geschädigten hängen. Auch hier bittet die Polizei um Hinweise.

Am Montagnachmittag kontrollierte eine Streife auf der SAD 2 bei Steinberg am See einen 39-jährigen Außendienstmitarbeiter. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert im strafbaren Bereich. Die Weiterfahrt wurde untersagt, die Polizei leitete ein Strafverfahren ein, ordnete eine Blutentnahme an und stellte den Führerschein sicher.

Am Abend wurde die Polizei zu einem Unfall auf der SAD 9 bei Wackersdorf gerufen. Ein 24-jähriger Mercedes-Fahrer war in den Graben geraten und anschließend gegen einen Gartenzaun geprallt. Die Beamten bemerkten deutliche drogentypische Auffälligkeiten, doch der Fahrer verweigerte einen Vortest. Es folgte eine Blutentnahme. Der Schaden an Auto und Zaun beträgt rund 5500 Euro, verletzt wurde niemand.