Vermisstensuche

Aus den Händen des Dienststellenleiters der Polizeiinspektion Furth im Wald nahm eine aufmerksame Bürgerin ein Dankesschreiben des Polizeipräsidenten Thomas Schöniger samt Belohnung entgegen.

Wie bereits berichtet kam es im März 2024 zu einer Vermisstensuche im Bereich Waldmünchen. Eine Mutter teilte bei der Polizeistation Waldmünchen mit, dass ihre Tochter seit mehr als zwei Stunden abgängig sei. Die aus Niedersachsen stammende 15-Jährige war ortsunkundig und befand sich in Begleitung ihrer Mutter in einer Klinik in Behandlung.

In der Erstphase suchten zunächst polizeiliche Einsatzkräfte der Polizeistation Waldmünchen und der Polizeiinspektion Furth im Wald, mit Unterstützung eines Personensuchhundes der Zentralen Diensthundeschule den Nahbereich um die Klinik ab. Sukzessive wurde der Suchkreis schließlich erweitert und etwa 40 Kräfte der Feuerwehren Döfering, Loibling-Katbach, Schönthal und Waldmünchen angefordert, die durch einen Polizeihubschrauber und zwei Rettungshundestaffeln bei der Suche unterstützt wurden.

Vermisstensuche Polizeihubschrauber Nabburg
Foto: J. Masching

Gegen 02.00 Uhr teilte schließlich Frau Alexandra Ertl aus Waldmünchen bei der Polizei mit, dass sie kurz zuvor zwischen Hochabrunn und Alberndorf eine weibliche Person mit Rucksack gehen sah. Frau Ertl die zuvor den Hubschrauber mit eingeschaltetem Suchscheinwerfer fliegen sah kombinierte richtig und dachte sich, dass wohl eine Person gesucht werde, weshalb sie die Meldung absetzte. Unmittelbar darauf konnte die Besatzung des Polizeihubschraubers die Person auf der Straße lokalisieren und ein Polizeifahrzeug dorthin lotsen. Da es sich um die Gesuchte 15-Jährige handelte wurde sie in Gewahrsam genommen und konnte ihrer Mutter wieder unversehrt übergeben werden.

Am Montag schließlich, bei einem Termin bei der Polizeistation Waldmünchen, würdigte nun Erster Polizeihauptkommissar Josef Weindl, zusammen mit Kreisbrandinspektor Norbert Auerbeck den Bürgersinn und den entscheidenden Hinweis von Frau Ertl. Zudem wurde ihr ein Anerkennungsschreiben des Oberpfälzer Polizeipräsidenten Thomas Schöniger, sowie eine kleine Geldzuwendung ausgehändigt.

Beide waren sich einig, dass das Verhalten von Frau Ertl höchste Anerkennung gebührt. „Es ist nicht selbstverständlich das immer hingeschaut wird und verdächtige Wahrnehmungen der Polizei gemeldet werden.“ so Josef Weindl. Mit Blickrichtung auf seine Feuerwehrkameraden meinte Norbert Auerbeck „Wenn Frau Ertl ihre Beobachtung nicht gemeldet hätte, dann wäre es eine lange Nacht für die Ehrenamtlichen der Feuerwehr geworden.“