Das Hauptzollamt Regensburg blickt auf ein arbeitsintensives und erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Rekordeinnahmen, mehr Warenabfertigungen und konsequente Kontrollen prägen die beeindruckende Jahresbilanz.
Rekordeinnahmen und deutlich mehr Warenabfertigungen
Im Jahr 2025 nahm das Hauptzollamt Regensburg insgesamt rund 2,8 Milliarden Euro ein. Den größten Anteil daran hatten die Stromsteuer mit rund 583 Millionen Euro sowie die Energiesteuer mit rund 337 Millionen Euro. Parallel dazu stieg das Volumen des internationalen Warenverkehrs deutlich an. Die Zollämter im Bezirk fertigten insgesamt rund 11,5 Millionen Warenpositionen ab — rund 27 Prozent mehr als im Vorjahr. Das entspricht täglich mehr als 31.000 abgefertigten Warenpositionen.
Davon entfielen rund 652.000 auf Einfuhr- und knapp 10,9 Millionen auf Ausfuhrsendungen. „Die Ergebnisse des vergangenen Jahres zeigen erneut die große Bandbreite der Aufgaben des Zolls und das hohe Engagement unserer Beschäftigten“, betonte René Matschke, Leiter des Hauptzollamts Regensburg.
Drogen, Waffen und Bargeld sichergestellt
Die Kontrolleinheiten Verkehrswege führten im Jahr 2025 mehr als 42.000 Objektkontrollen sowie rund 68.600 Personenkontrollen durch. Dabei wurden 1.859 Strafverfahren eingeleitet und 59 Personen festgenommen. Bei der Rauschgiftbekämpfung stellte der Zoll unter anderem rund 797 Kilogramm Marihuana, rund 28 Kilogramm Amphetamin, rund 3,5 Kilogramm Kokain sowie rund 259 Gramm Methamphetamin sicher.
Darüber hinaus wurden mehr als 3,2 Millionen Zigaretten beschlagnahmt. Im Waffenbereich sicherte der Zoll 78 Kriegswaffen beziehungsweise Teile davon sowie 230 verbotene Gegenstände sicher. Im grenzüberschreitenden Barmittelverkehr wurden zudem Zahlungsmittel im Wert von rund 158.000 Euro sichergestellt.
Schwarzarbeit: 19,2 Millionen Euro Schaden aufgedeckt
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Regensburg intensivierte ihre Arbeit im Jahr 2025 deutlich. Mit 746 Arbeitgeberprüfungen und rund 7.900 Personenprüfungen schloss die Behörde insgesamt 1.319 Strafverfahren sowie 1.066 Ordnungswidrigkeitenverfahren ab. Die aufgedeckte Schadenssumme belief sich auf rund 19,2 Millionen Euro — mehr als doppelt so hoch wie der Vorjahreswert von 8,6 Millionen Euro.
Die Gerichte verhängten Geldstrafen in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro sowie Freiheitsstrafen von insgesamt 27 Jahren. Zusätzlich wurden Bußgelder in Höhe von rund 897.000 Euro festgesetzt. Im Vollstreckungsbereich bearbeitete das Hauptzollamt rund 284.000 Fälle und trieb offene Forderungen in Höhe von rund 109,9 Millionen Euro bei.
893 Beschäftigte – Karriere beim Zoll möglich
Im Jahr 2025 waren beim Hauptzollamt Regensburg insgesamt 893 Beschäftigte tätig, darunter 60 Nachwuchskräfte. „Die Aufgabenvielfalt beim Zoll ist außergewöhnlich. Unsere Beschäftigten leisten täglich einen wichtigen Beitrag für den Schutz der Bevölkerung, für faire Wettbewerbsbedingungen und für die Finanzierung unseres Gemeinwesens“, so Matschke. Wer sich für eine Karriere beim Zoll interessiert, findet Informationen zu Ausbildung, dualem Studium und Einstiegsmöglichkeiten unter www.zoll-karriere.de.