Bundespolizei

Fünf Haftbefehle vollstreckt

Eine Mongolin lieferten die Beamten in die JVA Regensburg ein. Die Frau war in einem Fahrzeug mit tschechischer Zulassung bei Waidhaus eingereist und kontrolliert worden. Dabei stießen die Beamten im Fahndungscomputer auf gleich zwei Ausschreibungen zur Festnahme. Wegen eines besonders schweren Falls des Diebstahls suchten sowohl die Staatsanwaltschaften in Essen als auch in Hagen die 42-Jährige mit Sicherungshaftbefehl. Die Bundespolizisten zogen die Dame aus dem Verkehr und führten sie dem Haftrichter vor.

Ein Rumäne, der sich mit einem gültigen moldauischen Reisepass auswies, wurde von der Staatsanwaltschaft Stuttgart mit Vollstreckungshaftbefehl gesucht. Er hatte noch eine Geldstrafe aus einem Betrugsprozess zu bezahlen. Der 43-Jährige zeigte sich zahlungsfähig und -willig und beglich seine 3600 Euro Schulden. Damit ersparte er sich 120 Tage Knast und durfte weiterreisen.

Ein weiterer Rumäne konnte wegen der Spendierfreude seines Bruders wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Der bezahlte nämlich die 3700 Euro Strafe bei der Polizeiinspektion Augsburg ein, die der Verurteilte wegen Verletzung des Postgeheimnisses in Tateinheit mit Diebstahl aufgebrummt bekommen hatte. Weil er die Strafe bis dato nicht zahlte, wollte die Staatsanwaltschaft Braunschweig seiner per Vollstreckungshaftbefehl habhaft werden. Die Zahlkraft seines Bruders bewahrte den 30-Jährigen vor 90 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe.

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Symbolbild Festnahme

Ein Pole wurde von der Weidener Staatsanwaltschaft im Fahndungscomputer ausgeschrieben. Er war ohne Führerschein gefahren und musste noch 750 Euro Geldstrafe dafür entrichten. Mit der sofortigen Tilgung seiner Schulden ersparte er sich 30 Tage Umweg über die JVA.

Waffen beschlagnahmt

Elf Reisende zeigten die Waidhauser Bundespolizisten wegen Verstößen gegen das Waffengesetz an und beschlagnahmten vier verbotene Pfeffersprays, drei Schlagringe, drei Springmesser, ein Butterflymesser und einen Teleskopschlagstock.

17 Reisende mit Drogen

Bei 17 Reisenden entdeckten die Fahnder insgesamt über 90 Gramm Cannabis in Mengen von unter einem Gramm bis zu 26 Gramm. Des Weiteren konfiszierten die Beamten gut zwei Gramm Haschisch, 1,5 Gramm Kokain und sieben THC-Gummibärchen. Die Fälle wurden zum Großteil an die zuständige Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Waidhauser Zolls übergeben.

Hinweis: auch im neuen Konsum-Cannabis-Gesetz ist die Einfuhr von Cannabis unter Strafe gestellt.